Das lange Warten hat ein Ende - endlich kann geschwommen werden

Kuriosum: Kopfsprung im Anzug zur Freibaderöffnung

In voller Montur springen Bürgermeister, Architekt und Bauamtsleiter ins Becken, Bauamtsmitarbeiter Dirk Dissmer (hinten) trägt einen gestreiften Badeanzug.
+
In voller Montur springen Bürgermeister, Architekt und Bauamtsleiter ins Becken, Bauamtsmitarbeiter Dirk Dissmer (hinten) trägt einen gestreiften Badeanzug.

Besondere Anlässe erfordern besondere Maßnahmen: So geschehen am Montagnachmittag im Freibad Herscheid. Zur Eröffnung des frisch sanierten Schwimmerbeckens wagten vier Herren einen Kopfsprung in auffälliger Garderobe.

Herscheid - Zunächst sah alles nach einem feierlichen Festakt in herkömmlicher Art aus: Bürgermeister Uwe Schmalenbach erinnerte in seiner Rede an die achtmonatige Bauphase und die glückliche Fügung, dass die Gemeinde Bundesfördermittel in Höhe von 2,25 Millionen Euro erhielt. „Ein Sechser im Lotto“, nannte Schmalenbach die Aufnahme in das vielfach überzeichnete Förderprogramm.

Auch für den heimischen Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider, der sich in Berlin für die Ebbegemeinde eingesetzt hatte, ein erfreulicher Erfolg: So viel Geld bringe ein Abgeordneter nicht jeden Tag mit in seinen Wahlkreis. Heider attestierte der Gemeinde eine glückliche Hand bei der Teilnahme an Förderprogrammen und spielte damit auf Projekte wie die Schützenhallen-Sanierung und die Dorfwiesen an.

Als weiterer Glücksgriff für die Gemeinde erwies sich die Zusammenarbeit mit Architekt Marco Lassnig: Er erfüllte die Vorgabe, das Beckenvolumen zu reduzieren, um eine teure Verlegung des Schwallwasserbehälters (in dem das Überlaufwasser aus den Becken gespeichert wird) zu verhindern. Diese Verkleinerung geschah nicht „auf Kosten der Funktionalität“, betonte der Architekt, dass alle sieben 25-Meter-Bahnen erhalten bleiben, die an das Schwimmerbecken angegliederte Sprungturmanlage erneuert und sogar um eine Liege- und Sitzfläche im Beckennähe erweitert wurde.

Der Dank aller Redner galt den Baufirmen, die trotz eines harten, langen Winters und Coronafällen auch auf der Baustelle für ein zügiges Vorankommen sorgten. Noch am Montagmittag wurden letzte Arbeiten erledigt.

Dann das Kuriosum: Von der Qualität des Beckens überzeugten sich vier Herren persönlich. Bürgermeister Schmalenbach, Bauamtsleiter Lothar Weber und Architekt Lassnig wagten einen Kopfsprung in voller Montur; Bauamtsmitarbeiter Dirk Dissmer hatte sich dafür einen schicken gestreiften Badeanzug übergezogen. Unter dem Beifall der Zuschauer schwammen die Herren an den Beckenrand und riefen: „Das Wasser ist herrlich.“

Das gilt für Besucher: Um Punkt 13 Uhr wird das Herscheider Freibad am Dienstag, 6. Juli, für alle Schwimmer geöffnet. Im Vergleich zur Vorsaison gelten kaum Corona-Einschränkungen: Für den Besuch ist kein negatives Testergebnis erforderlich, die Block-Öffnungszeiten entfallen und es gibt keine Besucherzahlbegrenzung. Lediglich in den Umkleiden und an der Kasse gilt Maskenpflicht.

Beckenfreigabe per Scherenschnitt: Architekt Marco Lassnig, Bauamtsleiter Lothar Weber, Bürgermeister Schmalenbach und Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare