Ein „lockerer Feierabend“ im Herscheider Bürgersaal

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Das Publikum zeigte sich begeistert von den „Herscheider Klängen“, bei denen es nicht nur Musik gab.
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„Musik, Gesang und Lyrik für den lockeren Feierabend“ – so lautete das Motto des Konzertes, das am Freitagabend von der Gruppe „Spiekus rockt“ zum ersten Mal in Herscheid veranstaltet wurde.

Hauptorganisatorin Christine Taylor konnte dafür gleich mehrere Künstler auf der Bühne im gut gefüllten Bürgersaal des Rathauses begrüßen: Mit Ernest Taylor (Saxophon), Georg Neukirch (Keyboard) und Uwe Theiner (E-Bass) waren drei heimische Musiker dabei, die in dieser Formation ihre Premiere vor einem größeren Publikum feierten. „Es freut uns enorm, dass so viele Leute gekommen sind. Es erwarten Sie eine bunte Mischung aus Pop, Latin- und Jazz-Musik sowie zahlreiche humorvolle Gedichte“, stimmte Georg Neukirch die rund 60 Zuhörer auf einen besonderen Abend ein.

Für diesen hatten die Veranstalter zwei weitere Protagonisten gewinnen können. Hobbydichter Volker Jordan, bekannt aus dem Süderländer Tageblatt, gab seine lyrischen Werke zum Besten und Gesangsstudentin Natascha Winter, die als „großes Talent“ angekündigt wurde und mit ihrer gefühlvollen Stimme begeistern konnte, komplettierten das Programm.

Die Musik lud dabei zu Besinnung, Einkehr und persönlichen Gedanken ein. Neben besinnlichen Kompositionen gab es aber auch temporeichere Stücke. Vom brasilianischen Sambalied „Chega de Saudade“ über weltbekannte Hits wie „Norwegian Wood“ und „And I love him“ von den Beatles bis hin zu Stevie Wonders berührender Ballade „My Cherie Amour“ – das dreiköpfige Instrumentalensemble hatte eine breite Palette an musikalischen Werken zu bieten.

Sängerin Natascha Winter griff mehrfach zum Mikrophon und machte aus dem Trio ein Quartett, das mit rhythmisch sehr abwechslungsreicher Musik zu überzeugen wusste. Es war den Künstlern anzumerken, dass sie keine Berührungsängste mit den verschiedensten Musikrichtungen besitzen.

„Leider fehlt uns ein Schlagzeugspieler. Deshalb sind uns Grenzen gesetzt, viel entscheidender ist jedoch das Improvisieren. Dadurch kann sich jeder selbst musikalisch ausdrücken“, erklärte Georg Neukirch und schob ein dickes Lob für seine Mitstreiter direkt hinterher: „Uwe Theiner spielte lange Trompete und ist erst spät auf den E-Bass umgestiegen. Ernest Taylor hat das Saxophonspielen nach seinem Renteneintritt begonnen. Sie machen das schon großartig. Und von Natascha Winter werden wir sowieso noch einiges zu hören bekommen.“

Für den humorigen Teil des Abends war Volker Jordan verantwortlich. Im Gepäck hatte er eine große Menge an Gedichten, die mit reichlich Humor gespickt waren, aber auch zum Nachdenken anregten. Dabei thematisierte er amüsante Alltagsprobleme, ging auf die Herausforderung des Älterwerdens ein und hob die Bedeutung der „Liebe“ hervor.

Flotte Verse, wie „Hat der Blumenstiel einen Knick, war der Schmetterling zu dick“ oder „Ich brauche den Trank als Notausgang“ sorgten für diverse Lachsalven des Publikums.

Die Zuhörer hatten sichtlich Freude an dieser Premierenveranstaltung, die wie im Flug verging, sodass alle Beteiligten einen kurzweiligen Abend erlebten und eine Neuauflage durchaus vorstellbar sei, wie die Protagonisten auf der Bühne zu verstehen gaben.

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