Herscheider André Westermann empfängt Frank-Walter Steinmeier in Altena

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Während der Besuch des Staatsoberhauptes in der Burgstadt für ein Großaufgebot von Medien und Sicherheitskräften sorgte, fand der Besuch der Drogerie unbemerkt von den Fotografen statt.

Herscheid - Das deutsche Staatsoberhaupt trifft man nicht alle Tage. André Westermann wird seine Begegnung mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier daher ganz bestimmt in guter Erinnerung bleiben.

„Das war schon spannend“, berichtet der Friedliner von den besonderen Umständen am Dienstag in Altena. Aufgrund des Besuches des Präsidenten war die Burgstadt komplett abgeriegelt. Ein riesiges Polizeiaufgebot war für diesen Staatsbesuch abgestellt worden, nichts wurde dem Zufall überlassen

Auch an der Drogerie „Tante Carola“ ging dieser Trubel nicht vorbei. Das Geschäft ist eines von vielen Pop-up-Geschäften in Altena, das für eine Belebung in der zuvor immer trister werdenden Innenstadt sorgt. Auch die Herscheiderin Stefanie Scholz-Westermann hat einen befristeten, aber verlängerbaren Mietvertrag abgeschlossen.

Dieses Geschäftsmodell sollte auch dem Staatsoberhaupt vorgestellt werden – dafür mussten strenge Vorkehrungen getroffen werden. Der Drogeriemarkt musste für den Besuch geschlossen werden. „Die beiden Mitarbeiterinnen, die die Besucher gemeinsam mit mir empfangen sollten, mussten wir vorher anmelden“, berichtet André Westermann. Der Ehemann der Inhaberin arbeitet als Pressereferent bei der Stadt Lüdenscheid, ist daher von berufs wegen mit derartigen Situationen vertraut. Er hatte sich für den Besuch Steinmeiers frei genommen, um seine Frau bei den Vorkehrungen unterstützen zu können.

Kurzzeitig sah es jedoch danach aus, als ob der Aufwand vergebens sein sollte: Denn der Pressebetreuer des Bundespräsidialamtes hatte die Stippvisite zwischenzeitlich für abgesagt erklärt. Umso überraschter war André Westermann, als Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit seiner Frau Elke Büdenbender sowie dem NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet und dessen Gattin Susanne dann doch im Laden stand – begleitet von einem ganzen Tross an Sicherheitskräften. Nervös sei er wegen des hohen Besuches nicht gewesen, erklärt André Westermann. Und auch die Anwesenheit der Politiker brachte ihn nicht in Verlegenheit, zumal er positiv überrascht wurde. Denn trotz der Terminvielfalt, der Steinmeier an diesem Tag ausgesetzt war – unter anderem besuchte er neben Altena auch den Duisbuger Stadtteil Marxloh und die Bezirksregierung in Arnsberg – nahmen sich die Besucher eine Viertelstunde Zeit.

„Das Gespräch war offen und sehr angenehm“, berichtet André Westermann von der Zusammenkunft, bei der er die Situation der Geschäfte in der Altenaer Innenstadt erläuterte. Natürlich stand „Tante Carola“ dabei im Mittelpunkt: Zunächst war Stefanie Scholz-Westermann mit einer rollenden Drogerie auf verschiedenen Wochenmärkten zu Gast. Doch da in Altena der letzte Drogeriemarkt geschlossen wurde und dieser von vielen Marktbesuchern schmerzlich vermisst wurde, mietete die Herscheiderin die ehemalige Schlecker-Filiale an der Lennestraße an.

Neben den vielen kleinen und großen Erlebnissen rund um den Besuch des Bundespräsidenten wird André Westermann vor allem die Polizeiüberwachung des kleinen Geschäftes in Erinnerung bleiben: Vier Polizisten haben das Geschehen vor und in dem Laden ganz genau beobachtet. Das sei keineswegs unangenehm gewesen, der Austausch mit den Polizisten sei sehr unkompliziert gewesen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt der Herscheider.

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