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Abfallgebühren: Moderate Steigerung, aber auch Senkung

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Von: Dirk Grein

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Restmüll gehört in Herscheid in die schwarze Tonne: Die Abfuhr wird im nächsten Jahr teurer.
Restmüll gehört in Herscheid in die schwarze Tonne: Die Abfuhr wird im nächsten Jahr teurer. © Bernd Weißbrod / DPA

Kraftstoff, Heizen, Lebensmittel: Alles wird zurzeit teurer. Auch die Abfallgebühren in Herscheid steigen im nächsten Jahr an – doch im Vergleich zu den allgemeinen Kostensprüngen fällt diese Anpassung nach Meinung der Gemeindeverwaltung moderat aus.

Herscheid - In der Sitzung des Umweltausschusses erklärte Fachbereichsleiterin Bärbel Sauerland die Gebührenkalkulation für 2023: Basierend auf den Zahlen der letzten Jahre sei eine Hochrechnung erstellt worden, in der die zu erwartenden Kosten eine entscheidende Rolle spielen. Die Entsorgerfirma Remondis hebt die Preise um 6,41 Prozent an, unter anderem wegen der Treibstoffkosten, und für die Benutzung des Müllheizkraftwerkes in Iserlohn wurde eine Gebührenerhöhung von 1,5 Prozent berechnet (die Höhe steht noch nicht genau fest).

Dies führte zu unterschiedlichen Ergebnissen: Für eine Leerung einer 120-Liter-Restmülltonne (von den meisten Einfamilienhaushalten genutzt) werden im nächsten Jahr 19,90 Euro und somit 50 Cent mehr als dieses Jahr berechnet. Dies entspreche einer Steigerung von 2,6 Prozent, betonte Sauerland.

Bei den Schleusenbenutzern verändere sich die Jahresgebühr pro Person von 114,40 auf 113,10 Euro. Diese leichte Senkung erklärte die Fachbereichsleiterin mit dem zu erwartenden Rückgang der Mengen im Bereich der 1100-Liter-Gefäße.

Positiv wirken sich die zur Zeit verbesserten Papiererlöse auf die Gebühr aus: Diese haben sich von 2020 (7 500 Euro) auf 2022 (75000 Euro) verzehnfacht. Die Menge an Papier sei jedoch in diesem Jahr rückläufig.

Dies gelte auch für andere Bereiche: Bei Grünabfällen sei ein Rückgang um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. „Aufgrund der Trockenheit“, sagte Bärbel Sauerland. Auch Sperrmüll sei weniger angemeldet worden. Neu- oder Ersatzkäufe würden vermutlich aufgrund der vielen Kostensteigerung zunächst aufgeschoben.

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