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Zwei- und Vierbeiner gehen gemeinsam über das Feuer

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Von: Dirk Grein

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Gemeinsam meisterten Vier- und Zweibeiner den Gang über die am Boden liegenden Fackeln.
Gemeinsam meisterten Vier- und Zweibeiner den Gang über die am Boden liegenden Fackeln. © Jessica Petter

Premiere auf dem Pferdehof Danklin: Erstmals fand dort ein Feuerkurs für mutige Freizeitreiter statt. Gastgeberin Jessica Petter freute sich, mit Martin Holterhoff, (Stuntreiter, Feuertrainer und Pyrotechniker) einen Pferdeprofi nach Herscheid holen zu können.

Herscheid - Zu Beginn stand eine Erläuterung zum Umgang mit verschiedenen brennbaren Flüssigkeiten und Sicherheitshinweise. Danach ging es darum, die Schrecksicherheit der Pferde zu verbessern und ihr Vertrauen zum Reiter zu stärken. Dabei halfen mit Stroh gefüllte Säckchen, Fahnen, die bei Bewegung ähnlich rauschen wie das Feuer im Wind, Planen und schließlich Fackeln, aber auch exaktes Reiten in Formation und Ringstechen mit einer Lanze.

Zwischendurch setzte Martin Holterhoff immer wieder für die Pferde überraschende Schreck-Reize und hatte die individuelle Reaktion eines jeden Vierbeiners genau im Blick. Ängstliche Pferde bekamen zusätzliche Einheiten, sodass die Pferd-Reiterpaare enger zusammenwuchsen. „Es war spannend zu beobachten, wie schnell die Pferde ihre Angst vor weit hochgehaltenen Fahnen verloren und sich damit berühren ließen“, erzählt Jessica Petter. Respekt und Vertrauen seien die Schlüsselbegriffe.

Nebel nahm den Pferden die Sicht. Dennoch vertrauten sie den Menschen und ließen sich manövrieren.
Nebel nahm den Pferden die Sicht. Dennoch vertrauten sie den Menschen und ließen sich manövrieren. © Jesscia Petter

Der nächste Schritt war der Einsatz einer Nebelmaschine, die dafür sorgte, dass eine Raumorientierung in der Reithalle schwierig wurde. Dabei zeigte sich, dass die aufeinander aufgebauten Lerninhalte zur notwendigen Bereitschaft der Pferde führten, sich ihren Menschen anzuvertrauen. „Die Teilnehmer erlebten ein besonderes Glücksgefühl, als sich ihre Pferde trotz vernebelter Sicht gehorsam manövrieren ließen“, beschreibt Petter.

Damit stand der Arbeit mit dem Feuer nichts mehr im Wege: Unter der professionellen Leitung von Martin Holterhoff kamen verschiedene Feuerelemente wie Fackeln, Bodenfeuer und brennende Standsäulen zum Einsatz. Auch dabei gab es eine schrittweise Annäherung und langsame Steigerung, aber letztlich gingen alle Pferde ohne Ausnahme für und mit ihren Menschen durch das Feuer.

„Dieser Kurs hat allen Beteiligten viel Spaß bereitet und auch die Pferde oftmals deutlich sichtbar zum Nachdenken und Lernen gebracht“, zieht Jessica Petter ein positives Fazit.

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