Schützen und Gemeinde freuen sich über 2,44 Millionen Euro vom Land

Millionenzuschuss für Herscheider Schützenhalle

+
So könnte die Schützenhalle im Jahr 2023 aussehen.

Herscheid – In Zeiten von Corona, Wirtschaftskrise und Klimawandel, gibt es doch immer wieder auch positive Nachrichten. Am Mittwochmittag informierte Bürgermeister Uwe Schmalenbach den stellvertretenden Vorsitzenden des Schützenverein Herscheid, Volker Halbhuber, dass er soeben die Nachricht aus Düsseldorf erhalten habe, dass der Förderantrag für den Umbau der Gemeinschaftshalle mit dem maximalen Förderanteil bewilligt wurde.

„Ich bin selbst ein wenig überrascht, diese Nachricht schon jetzt und überhaupt diese Bewilligung zu bekommen. Vor wenigen Wochen noch hieß es aus Arnsberg, dass wir in diesem Jahr wohl nicht begünstigt würden. Dass nun aus Düsseldorf die Bewilligung und vor allem in der maximalen Höhe, überrascht mich, aber die Freude darüber ist noch größer“, so Uwe Schmalenbach am Telefon.

Gut 2,7 Millionen Euro soll der Umbau der Herscheider Gemeinschaftshalle kosten. Mit 2,44 Millionen Euro wird dieses Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen aus dem Topf „Integration im Quartier“ unterstützt. Dass einen ganz großen Anteil an dieser Entscheidung die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung, Frau Ina Scharrenbach hat, steht für Schmalenbach und Halbhuber außer Frage. Beim Besuch der Ministerin im Februar in der Ebbegemeinde stand auch ein kurzer Besuch der Gemeinschaftshalle auf dem Plan.

„Wir haben zusammen einen sehr guten Job gemacht. Von den Anfängen wie der Bürgerwerkstatt bis hin zum Besuch der Ministerin haben Gemeinde und Schützenverein ein Team gebildet“, lobte Schmalenbach den Einsatz aller Beteiligten, der sich nun ausgezahlt habe.

Die Umbaumaßnahmen in der Halle sind immens.

Zwar habe man sicherlich auch ein wenig Glück gehabt, aber in erster Linie seien es die durchweg gezielten Aktionen wie Bürgerwerkstatt, Schützenfestpräsentation mit dem Landtagsabgeordneten Gordan Dudas, Bürgerbefragung und die sehr professionelle Zusammenarbeit mit der Archifaktur Lennestadt GmbH gewesen, die letztendlich einen Förderantrag ergeben habe, der die Dringlichkeit, aber auch die Art und Weise, wie sich die Halle verändern wird und somit in das Gemeindebild noch mehr einbindet.

„Daher gilt unser Dank Herrn Burghaus von der Archifaktur Lennestadt. Das Büro hat uns mit seinen Vorstellungen vollkommen überzeugt und uns eine komplett andere Version vorgestellt, wie wir uns ausgemalt haben. Diese Vorstellungen lagen mit einem Budget von 2,7 Millionen Euro zwar weit über dem, was sich Gemeinde und Schützenverein zuvor ausgemalt hatten, doch es war letztendlich der richtige Schritt, denn alles andere wäre Flickschusterei oder eine halbherzige Lösung geworden“, so Volker Halbhuber.

Durch die Förderung können nun alle Maßnahmen für Gemeinde und Verein umgesetzt werden. „Für uns ist heute ein bisschen Ostern und Weihnachten zusammen“, so Halbhuber. „Wir können nun Umbaumaßnahmen vornehmen, die es uns möglich machen, die Halle für private, aber vor allem für Geschäftsveranstaltungen interessant zu machen“, sieht Halbhuber den Schützenverein als Betreiber und Eigentümer der Halle in der glücklichen Situation, nun endlich wieder verstärkt Vermietungen verbuchen zu können.

Dies ist gerade für Firmenveranstaltungen oder auch Gemeindeinformationsveranstaltungen nicht möglich, da sich die Halle weder teilen noch abdunkeln lässt. Vermietungen an Firmen tagsüber ist seit vielen Jahren gar nicht mehr möglich, da neben den baulichen Problemen auch keine vernünftige Akustikanlage zur Verfügung steht.

Als aktiver Sportschütze freut es den stellvertretenden Vorsitzenden aber auch für den Schützenverein in seiner sportlichen Verantwortung. Der kleine Schießstand auf der Empore mit seinen sechs Schießständen reichte weder für die Trainingsabende, noch konnten vernünftig Wettkämpfe ausgetragen werden. Durch den Hallenumbau wird es nun möglich, die Halle barrierefrei zu nutzen und durch die Verlegung des kompletten Schießsportbereich, mit Ausnahme der Bogenschützen, in den Keller, werden für alle die Bedingungen aus gesellschaftlicher und sportlicher Sicht verbessert.

Wie es nun weitergeht, können Gemeinde und Verein aber derzeit nicht sagen. Hier geht es erst weiter, wenn das Coronavirus kein Thema mehr ist. Bis dahin sagen Gemeinde und Verein: Bleiben Sie gesund.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare