Kandidaten für alle Wahlbezirke gewählt

Schwerpunktthema Klimaschutz: ÖDP will in den Gemeinderat einziehen

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Die ÖDP-Kandidaten Julien Eichhoff (Wahlbezirk Spielberg) und Ina Heift (Wahlbezirk Schwarze Ahe – Rärin) wollen erstmals bei den Kommunalwahlen in Herscheid für die ÖDP antreten.

Herscheid – Politischer Neustart unter erschwerten Bedingungen: Den Corona-Beschränkungen zum Trotz formiert sich in Herscheid eine neue kommunalpolitische Einheit. Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) will die Themen Klimaschutz und Demokratie verstärkt in den Mittelpunkt rücken.

Der erste Schritt ist gelungen: Bei einer Wahlversammlung am Mittwoch in Lüdenscheid konnten alle elf Wahlbezirke der Gemeinde Herscheid durch Mitglieder der ÖDP und parteinahe Kandidaten besetzt werden. 

„Auch für die Reserveliste der Kommunalwahl konnten sechs Bewerber gefunden und gewählt werden“, berichtet Julien Eichhoff. Der 32-Jährige ist der Motor der ÖDP in Herscheid. Er ist insbesondere vielen Eltern aufgrund seiner Tätigkeit als Erzieher in der Kindertagespflege (in den Einrichtungen Pusteblume am Seniorenzentrum und Sonnenblume an der Mittelstraße) bekannt. 

Nach eigener Aussage seien die Klimaereignisse der jüngsten Vergangenheit und sein Interesse an der Imkerei Anlass dafür gewesen, sein Engagement in der ÖDP – in der er bereits Anfang der 2000er Jahre aktiv war – zu forcieren. Seit dem Parteitag des Kreisverbandes im Frühjahr ist es Eichhoff gelungen, in vielen Gesprächen Mitstreiter mit ins Boot zu holen. 

Das erklärte Ziel der ÖDP ist es, das kommunale Geschehen in Herscheid mit eigenen Ideen zu prägen. Im Optimalfall soll bei der Kommunalwahl – die für den 13. September geplant ist – mindestens ein Ratsmandat errungen werden. Eichhoff, der sich für den Wahlbezirk Spielberg aufstellen lassen will und auf Listenplatz 1 steht, betont: „Wir wollen nicht in Konkurrenz zu anderen Parteien treten, sondern mit unseren Themenschwerpunkten die Politik vor Ort mitgestalten.“ 

Erste thematische Ausrichtungen wurden bei der Wahlversammlung und bei Telefonkonferenzen bereits diskutiert. Die Bereiche Artenschutz, Ausbau des Radwegenetzes, Erhalt von Grünflächen und Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs sollen in einem Kommunalwahlprogramm gebündelt werden. 

Zunächst müssen im nächsten Schritt die Unterlagen der Wahlversammlung zur Prüfung an das örtliche Wahlamt weitergereicht werden. „Da die ÖDP nur ein Mandat im Europaparlament hat, nicht aber auf Bundes- oder Landesebene vertreten ist, und zum ersten Mal für den Gemeinderat kandidiert, sind die Kandidaten auf jeweils mindestens fünf Unterstützungsunterschriften aus ihrem Wahlbezirk angewiesen, die es in nächster Zeit zu sammeln gilt“, erklärt Eichhoff das weitere Vorgehen. 

Die ÖDP-Kandidaten hoffen trotz der weiter andauernden Beschränkungen, bald mit der Bevölkerung in Kontakt treten zu können, um ihr Programm vorzustellen. Vorerst sollen verstärkt über die Heimatzeitung und neue Medien die lokalen Ziele genauer erklärt werden.

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