Neues Konzept vorgestellt

So werden wir klimafreundlicher: Manager soll Bürger zum Mitmachen animieren

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Die Verbesserung des heimischen Radwegenetzes war der meist geäußerte Wunsch der Herscheider bei einem Online-Voting.

Herscheid – Es umfasst exakt 223 Seiten, beinhaltet viele Forderungen der Bürger und gibt den Weg vor, wie Herscheid klimafreundlicher werden soll: Nach erschwerter Planungsphase präsentiert die Gemeinde nun ihr Klimaschutzkonzept. 

Die darin beschriebenen Maßnahmen sollen möglichst viele Bürger motivieren und anspornen – denn das Vorhaben kann nur dann Erfolg haben, wenn sich die Allgemeinheit daran orientiert. Genau an diesem Punkt setzt der nächste Schritt an: Das Konzept soll nicht bloß ein Haufen beschriebenes Papier bleiben. Die Gemeinde plant die Installation eines Klimaschutzmanagers. Diese Person soll die Brücke zu den Bürgern darstellen sowie die erarbeiteten Maßnahmen koordinieren. 

Für die Schaffung dieser Personalstelle fließen – genau wie für die Erstellung des Konzeptes übrigens auch – Fördergelder. Bürgermeister Uwe Schmalenbach plant, so schnell wie möglich Gespräche mit Nachbarkommunen zu führen. Wie bereits bei der Betreuung des Gemeindearchivs könnte die Stelle des Klimamanagers interkommunal aufgeteilt werden. Eine ganze Stelle für Herscheid wird nicht angestrebt. 

Dass Handlungsbedarf besteht, daran lässt der Bürgermeister keine Zweifel aufkommen: „Wenn wir keine weiteren Maßnahmen beschließen, dann werden wir die von der Bundesregierung vorgegebenen Klimaziele nicht erreichen.“ Er zeigte sich hocherfreut, mit dem erstellten Konzept eine Handlungsgrundlage erarbeitet zu haben, um den Klimaschutz auf kommunaler Ebene strategisch auszurichten. 

Dieser Weg wurde in der Planungsphase von vielen Bürgern geteilt. Wegen der Corona-Pandemie konnten zwar nicht die geplanten Klima-Cafés zur persönlichen Besprechung einzelner Themen durchgeführt werden. Dafür beteiligten sich 348 Personen an einer Umfrage im Internet, erzählt der Bürgermeister. 

Einen verstärkten Einsatz der Photovoltaik empfiehlt das Klimaschutzkonzept der Ebbegemeinde.


Die eingereichten Vorschläge wurden gesammelt und fanden Zugang zu einem abschließenden Voting (Bewertung), das ebenfalls im Internet stattfand. Dabei wurde am häufigsten der Ausbau der vorhandenen Radwege geklickt. Darüber hinaus erreichten die Aufforstung von Forstflächen zu Mischwäldern, die Umstellung auf LED-Beleuchtung sowie der verstärkte Einsatz von Solar- und Windenergie großen Zuspruch. All diese Dinge sowie Einsparmöglichkeiten in privaten Haushalten sind daher fest im Herscheider Klimaschutzkonzept verankert.

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