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Warum dieses Freibad im MK länger auf die Öffnung warten musste

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Von: Dirk Grein

„Das Wasser ist herrlich“, schwärmt die FDP-Vorsitzende Angelika Hahn. Die leidenschaftliche Frühschwimmerin ist begeistert von der erneuerten Freibadanlage und fiebert der Saisoneröffnung entgegen.
„Das Wasser ist herrlich“, schwärmt die FDP-Vorsitzende Angelika Hahn. Die leidenschaftliche Frühschwimmerin ist begeistert von der erneuerten Freibadanlage und fiebert der Saisoneröffnung entgegen. © Foto: Grein

Am liebsten wäre Angelika Hahn nicht nur bis zu den Knien ins Wasser geschritten, sondern hätte einen beherzten Sprung ins neue Becken gemacht. Doch nicht nur die FDP-Vorsitzende, sondern alle Schwimmer müssen sich noch einige Tage gedulden: Das Herscheider Freibad öffnet frühestens in der Woche ab dem 5. Juli.

Herscheid - „Wann geht es endlich los?“, auf diese Frage Hahns konnte Bauamtsleiter Lothar Weber bei einer Besichtigung am Dienstagnachmittag keine konkrete Antwort geben. Denn einen genauen Termin für den Saisonstart will die Gemeinde erst dann nennen, wenn das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises für den Betrieb grünes Licht gibt. Dieses wiederum wartet auf die Ergebnisse einer mikrobiologischen Wasseruntersuchung, die vor jeder Schwimmsaison ansteht. Bis die Werte vorliegen, werde es nicht mehr zu lange dauern, machte Weber Hoffnung auf ein baldiges Schwimmvergnügen.

Den technischen Härtetest hat das neue Schwimmerbecken indes bereits bestanden: Durch einen Färbetest wurde die Funktionstüchtigkeit der Bodenkanäle unter Beweis gestellt, über die unter anderem erwärmtes Wasser eingeleitet wird. Diese Kanäle werden für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung sorgen; bislang war das Warmwasser lediglich an einer Stelle ins alte Kunststoff-Becken geströmt.

Auch die neue UV-Anlage funktioniere bestens: Das Gerät, das in einem Schacht in der Nähe des Kinderbeckens installiert wurde, eliminiert Bakterien aus dem Bruchbach, der durch das Gelände verläuft und dessen Wasser zum Teil für den Schwimmbetrieb genutzt wird.

Reiner Wittkamp zeigt die neue UV-Anlage.
Reiner Wittkamp zeigt die neue UV-Anlage. © Foto: Grein

Erneuerte Sprungturmanlage, seitlicher Treppeneinstieg im neuen und einheitliche Edelstahleinfassungen an allen drei Becken: „Die Anlage sieht wirklich toll aus“, sprudelte die Vorfreude aus Angelika Hahn – und das obwohl noch kleine Restarbeiten an der Umlage ausstehen. Auch ihre Parteikollegen waren sichtlich zufrieden mit dem Freibad insgesamt.

Dieses können in der bald beginnenden Saison übrigens wieder bis zu 2 500 Besucher pro Tag erleben. Denn aufgrund der gesunkenen Fallzahlen sind keine großen Corona-Einschränkungen mehr notwendig. Bürgermeister Uwe Schmalenbach sprach von einem „ganz normalen Betrieb“. Weder sei zum Besuch ein negatives Testergebnis notwendig noch werde es eine Rückkehr zu den Blockzeiten geben. Die Einhaltung von Mindestabständen, das Tragen von Masken im Umkleidebereich sowie die Registrierung der Besucher (per Luca-App oder durch Eintragen in eine Liste) seien die einzigen verbliebenen Präventionsmaßnahmen, die durch die Schwimmmeister kontrolliert werden.

Letzte Restarbeiten: Hinter der erneuerten Sprungturmanlage entsteht eine zusätzliche Sitz- und Liegefläche.
Letzte Restarbeiten: Hinter der erneuerten Sprungturmanlage entsteht eine zusätzliche Sitz- und Liegefläche. © Foto: Grein

Apropos Personal: Der Gemeinde ist es gelungen, die noch offene Planstelle zu besetzen. Carsten Hempler, eigentlich Mitarbeiter des Saunadorfs, wird in dieser Saison am Herscheider Beckenrand stehen, da der Betrieb in der Lüdenscheider Einrichtung pandemiebedingt erst im September wieder anläuft. Mit Adelheid Schreiber, die aus Greven nach Herscheid wechselte, ist Hempler der zweite Neue im Team. Dieses wird komplettiert durch Freibad-Urgestein Reiner Wittkamp. Dieses Trio teilt sich den Schichtbetrieb.

Auch für den Kassenbetrieb sind drei Mitarbeiter eingestellt; für diesen Bereich hätte Uwe Schmalenbach gern noch eine Verstärkung: Mit dieser personellen Ausstattung „kommen wir nur gerade eben zurecht“.

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