Schule und Technik: Geduld ist gefragt

Warten auf Lieferung von Schüler-iPads und Lehrer-Laptops

Noch wartet die Gemeinde Herscheid auf eine Lieferung von iPads für die Schüler der
 Ebbegemeinde.
+
Noch wartet die Gemeinde Herscheid auf eine Lieferung von iPads für die Schüler der Ebbegemeinde.

In Neuenrade war die Freude groß, als am Mittwochvormittag ein Paket mit insgesamt 207 iPads für die Ausrüstung von Schulen ankam. Auf eine solche Lieferung, wenn auch in wesentlich kleinerem Umfang, wartet die Verwaltung in Herscheid seit Wochen.

Herscheid - Im Oktober hatte die Gemeinde 27 mobile Endgeräte bestellt. Gedacht sind diese für Schüler, die daheim beschult werden, aber für die zuhause keine eigene Ausrüstung zur Verfügung steht. „Die Nachfrage ist deutschlandweit sehr groß“, erklärt Sabine Plate-Ernst, Fachbereichsleiterin im Rathaus, warum sich die Auslieferung verzögert. Viele Kommunen haben solche iPads bestellt, die über Förderprogramme finanziert werden sollen.

Auch den Herscheider Grundschullehrern soll die benötigte Technik an die Hand gegeben werden. Daher bestellte die Verwaltung in Abstimmung mit Schulleiterin Heike Zilinski Ende letzten Jahres 22 Laptops. Diese könnten, so hofft Sabine Plate-Ernst, Mitte in der dritten Februarwoche nutzungsbereit geliefert werden – und somit unmittelbar vor der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Grundschulen im Wechselbetrieb ab dem 22. Februar.

Erste digitale Tafel

Bereits eingetroffen ist hingegen eine erste mobile Tafel. Mit insgesamt acht Stück dieser Smartboards soll das Bildungszentrum Rahlenberg ausgestattet werden, in das beide heimischen Grundschulen im Sommer einziehen. „Jeder Klassenraum soll eine solche Tafel erhalten“, sagt Sabine Plate-Ernst.

Grundsätzlich sei der Grundschulbetrieb zweizügig geplant, mit Ausnahme einer dreijährigen Übergangsphase; in dieser müssen sich die Klassen mit der Nutzung der mobilen Tafeln abwechseln. Im Vorfeld können die Lehrer bis zum Start des Bildungszentrums erste Erfahrung im Umgang mit dem Smartboard sammeln. Finanziert wird die Anschaffung aus dem Digitalpakt NRW: 70 000 Euro stellt das Land zur Verfügung; der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 7 000 Euro.

Unerwartete Hilfe

Zusätzlichen Spielraum bei der Ausstattung des Bildungszentrums verschafft der Gemeinde ein neues Förderprogramm zum beschleunigten Ausbau des Ganztagsbetriebs. Bei einer raschen Antragstellung bis spätestens 28. Februar winken 67 900 Euro. „Das ist viel Geld, mit dem wir nicht gerechnet haben“, sagt Sabine Plate-Ernst.

Genutzt werden könnte die Förderung (Eigenanteil 15 Prozent) unter anderem für die Ausstattung der Schulmensa. Dies würde eine Änderung des Haushaltsplanentwurfes erfordern: Das darin für 2021 vorgesehene Geld für die Mensa könnte für andere Anschaffungen genutzt werden, die eigentlich erst für die Zukunft geplant waren. „Das ist eine erfreuliche Nachricht und bedeutet für die Haushalte der kommenden Jahre eine Entlastung“, fasst Sabine Plate-Ernst zusammen.

Die Freude in Neuenrade über die erhoffte Lieferung war derweil groß.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare