Absperrungen sollten unbedingt respektiert und eingehalten werden

Warnung an alle Erholungssuchenden: „Der Wald ist nicht mehr so sicher wie früher"

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Sie bitten um die Beachtung der Absperrungen im Wald (von links): Revierassistent Angelos Ioannidis, Karl Mantel (FBG Herscheid), Forstunternehmer Kemal Hasic, Forstamtsleiter Jörn Hevendehl, Revierförster Klaus Kermes und Rolf Brühne (FBG Herscheid).

Herscheid – Kemal Hasic könnte zurzeit durcharbeiten. Die Aufträge für den Herscheider Forstarbeiter reißen nicht ab.

Bedingt durch die Borkenkäferkrise arbeiten sich Hasic und seine Kollegen durch die heimischen Wälder und sind darum bemüht, dem Schädling, der sich explosionsartig vermehrt hat, die Nahrung zu entreißen, um eine weitere Ausbreitung des Käfers einzuschränken.

Folgen sind Kahlschläge und ein Landschaftsbild, das sich bereits stark verändert hat und sich weiter wandeln wird. „Wir müssen jetzt handeln – ansonsten ist es für unseren Wald zu spät“, erklärt Forstamtsleiter Jörn Hevendehl, dass es keine Alternative zu Massenfällungen gibt. 

Wenngleich sie natürlich die vorgeschriebenen Ruhepausen einhalten, sind die geschulten Mitarbeiter bei der Fällung der Fichten täglichen Gefahren ausgesetzt. Sich selbst wissen sie aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung und einer guten Ausbildung zu schützen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie suchen in letzter Zeit immer mehr Menschen den Weg in den Wald – und auf die vielen Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer können die Forstunternehmer bei der Ausführung ihrer Arbeit nur schwer achten. 

Genau daher werden viele Wege zurzeit abgesperrt. „Die Forstunternehmen sind in einem Feuerwehr-Einsatz, sie versuchen überall dort zu löschen, wo es brennt“, begründet Forstamtsleiter Hevendehl. Er betont, dass sich Waldbesucher in Gefahr bringen, wenn sie die auffälligen Absperrungen missachten. 

Auf den Bannern ist in großen Buchstaben „Stop! Forstarbeiten! Lebensgefahr!“ zu lesen – eine Botschaft, die keine zwei Meinungen zulässt. Doch nicht nur im Bereich der Forstarbeiten sollten Waldbesucher vorsichtig sein. 

Insbesondere Radfahrer müssen sich umstellen, sind durch die schweren Maschine Fahrspuren entstanden, die es vorher nicht gab. Zudem lauern nicht absehbare Gefahren durch die Schwächung der Bäume, beispielsweise durch herabfallende Äste. „Der Wald ist nicht mehr so sicher wie früher“, lautet Hevendehls Warnung an alle Erholungssuchenden.

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