Von dem großen Interesse der Bürger ist das neu gegründete Bündnis positiv überrascht

Den Wald der Zukunft säen: Aktionstag ist jetzt terminiert

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Die Kahlflächen in den Herscheider Wäldern werden immer mehr und größer. Diese Luftaufnahme zeigt im Vordergrund abgestorbene Fichten bei Piene / Ober-Mesten, im Hintergrund ist der Böllenberg zu erkennen; auch dort verdrängt die Farbe Braun das Grün.

Herscheid – Dieser Zeitungsaufruf zeigt Wirkung: Das Interesse für den Herscheider Wald der Zukunft ist gewaltig. Das neu gegründete Aktionsbündnis will abgeholzte Waldflächen mit heimischen Baumarten aufforsten; ein Datum für eine erste Gemeinschaftsaktion steht nun fest.

Familien mit Kindern, Privatpersonen, Vereine, die Herscheider Grundschule – sie alle haben sich bei Dr. Mathias Dunkel gemeldet. Der Forstbesitzer hatte über die Zeitung zu einem Aktionstag eingeladen und ist überwältigt von der Resonanz. Es sei erfreulich, „wie viele Herscheider sich mit dem Thema beschäftigen“, sagt Dunkel und ergänzt, dass ihn auch viele Anrufe aus dem Umland (Plettenberg. Kierspe, Attendorn) erreicht haben. 

Die Resonanz sei durchweg positiv: Alle Anrufer und Mailschreiber befürworten das Vorhaben, Samen heimischer Baumarten zu sammeln, um diese auf den zahlreich entstandenen Kahlflächen in den Wäldern auszubringen. „Andere Waldbesitzer haben sich allerdings bislang noch nicht bei mir gemeldet“, stellt Dunkel fest. 

Alle diejenigen, die sich mit dem Wald der Zukunft beschäftigen wollen, sind beim Aktions- bündnis herzlich willkommen.

Dafür haben sich mit Dietrich Herfel, Steve Dollase, Astrid Bauriedel und Tobias Clever vier engagierte Helfer zusammengeschlossen, die gemeinsam mit dem Forstbesitzer die Steuerungsgruppe des Aktionsbündnisses Wald der Zukunft bilden. Sie koordinieren das weitere Vorgehen – unter anderem sollen Sammelstellen für Samen eingerichtet werden. „Wir suchen für unser Kopfteam noch ein oder zwei Waldexperten“, erklärt Clever. 

Ob nun Fachmann oder nicht: Am 7. November können sich alle Personen daran beteiligen, ein Stück neuen Wald zu pflanzen. An diesem Samstag ist der Parkplatz vor der Gemeinschaftshalle um 10 Uhr der Ausgangspunkt für einen Spaziergang zum Böllenberg. Dort werden die gesammelten Samen in den Waldboden eingearbeitet; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer mitmachen möchte, sollte geländefähiges Schuhwerk, gesammelte Baumsamen (die übrigens nach Auskunft von Dr. Dunkel besonders gut auf Friedhöfen und in der Nähe von Kirchen zu finden seien) und eine Harke mitbringen. Die Teilnehmer werden in kleine Gruppen eingeteilt und von Betreuern in den Wald ge- und begleitet. 

Auch auf dem Spielberg hat sich der Borkenkäfer rasant ausgebreitet. Die gefällten Bäume werden von Forstunternehmern auf den Parkplatz an der L 561 gezogen.

Der Wunsch des Bündnisses ist es, mit dieser Aktion am Böllenberg einen Stein ins Rollen zu bringen. Auf weiteren Waldflächen könnte eine Aufforstung nach diesem Vorbild erfolgen. Das Ziel ist es, die Zeit der Monokulturen endgültig zu beenden und abwechslungsreiche Mischwälder zu pflanzen.

Auf seiner Facebookseite informiert das Aktionsbündnis Wald der Zukunft über die aktuellen Pläne. Wer darüber hinaus Fragen hat, kann sich an Dr. Mathias Dunkel wenden, der unter Ruf (01 72) 5 33 86 82 erreichbar ist. 

Mehr über die Anfänge dieser Bewegung lesen Sie hier.

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