Rückschlag für große Sportlerfamilie

Fitnessstudio Feelgood: Verständnis für verlängerten Lockdown

„Wir sind alle traurig, dass das Fitnessstudio zurzeit nicht öffnen kann“, sagt Adriane Gärtner, hier auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2019, als die Ferienkinder zu Gast im Feelgood waren.
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„Wir sind alle traurig, dass das Fitnessstudio zurzeit nicht öffnen kann“, sagt Adriane Gärtner, hier auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2019, als die Ferienkinder zu Gast im Feelgood waren.

Dass dieser Beschluss kommen würde, war fast schon absehbar. Dennoch sorgte der Corona-Gipfel am Mittwoch nicht für Jubelstürme im Haus der Herscheider Familie Gärtner. Dass das Fitnessstudio Feelgood auch über den November hinaus geschlossen bleiben muss, ist jetzt traurige Gewissheit.

Angesichts der zuletzt nur minimal zurückgegangenen Infektionszahlen habe sie mit dieser Entscheidung bereits gerechnet, erzählt Fitnesstrainerin Adriane Gärtner. „Die Gesundheit geht ganz klar vor“, zeigt sie Verständnis dafür, dass Bund und Länder die Ansteckungsgefahr minimieren wollen. Doch für sie und ihren Mann Markus, Betreiber des Herscheider Feelgood, werde die Situation allmählich ernst.

Seit Anfang November ruht der Trainingsbetrieb, darf das Studio Am Mühlengraben nicht mehr genutzt werden – zum wiederholten Male, nach dem Lockdown im Frühjahr. Doch ausgerechnet jetzt, in der kalten Jahreszeit, in der normalerweise neue Sportler gewonnen werden können, sinkt die Mitgliederzahl.

Erste Kündigungen aufgrund der erneuten Corona-Zwangspause seien bereits eingegangen, bedauert Adriane Gärtner. Zu ihrem Aufgabenbereich zählt es momentan übrigens auch, das Kurzarbeitergeld für die Mitarbeiter zu beantragen.

Die vom Bund zugesagten Corona-Hilfen wolle man in Anspruch nehmen, sie sind bislang noch nicht auf dem Konto eingegangen. Ohnehin werde man erst zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewissheit sagen können, wie gravierend die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie für das Studio sind, erklärt Adriane Gärtner.

Die Gesundheit geht ganz klar vor.

Adriane Gärtner, Fitnesstrainerin

Gänzlich auf Sport verzichten müssen die Mitglieder in diesen Tagen übrigens nicht. Über die sozialen Netzwerke gibt das Feelgood studioübergreifend (also auch von Mitarbeitern der Stützpunkte in Lüdenscheid und Plettenberg) Internetkurse, die gut angenommen werden. Das Zwischenmenschliche, die direkte Kommunikation, können solche digitalen Angebote aber nur schwer ersetzen. „Wir sind alle traurig, dass das Fitnessstudio zurzeit nicht öffnen kann“, fasst Adriane Gärtner die Stimmung von Mitarbeitern und Mitgliedern zusammen.

Doch die große Sportlerfamilie will durchhalten: Die Hoffnung ruht auf einer zügigen Zulassung eines Impfstoffes und einer schrittweisen Rückkehr in einen normalen Alltag. Dazu gehört für viele Herscheider eben auch das Trainieren im Feelgood. Anstatt eines Zickzackkurses (Öffnung, Schließung, Öffnung) wünscht sich Adriane Gärtner langfristige Vorgaben, an denen sich die Betreiber orientieren können. Unter Beibehaltung des bereits ausgearbeiteten und erprobten Hygienekonzeptes sollte spätestens im Januar wieder geöffnet werden, sagt die Fitnesstrainerin.

Da das Thema Gesundheit für viele Menschen durch Corona einen noch höheren Stellenwert erhalten habe, geht das Feelgood-Team davon aus, dass sich nach der Pandemie weitere Menschen dem Fitnessstudio anschließen. Dann hätte Corona zumindest einen halbwegs versöhnlichen Ausklang für das heimische Fitnessstudio

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