Christian Burghaus legt neben Windrad auf

Wie verrückt ist das denn?!? DJ-Set in knapp 80 Metern Höhe  - jetzt mit Video 

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In der Box stand Christian Burghaus alias DJ Loca mit Mischpult, Nebelmaschine und Flammenwerfer.

Herscheid – Christian Burghaus hat mit seiner Aktion am Brenscheid für viel Aufmerksamkeit gesorgt. „Der schwebende DJ“ ließ sich in einem Korb per Kran auf rund 70 Meter Höhe bringen ließ und von dort aus seine Musik in Form von zwei DJ-Sets abspielte – inklusive Nebelmaschine und Flammenwerfer. Nun gibt das Video.

[Update, 8. Juli] Rund zwei Wochen nach dieser Aktion hat Christian Burghaus nun das Video gepostet. Hier ist es in voller Länge zu sehen:

Nachfolgend der Originalbericht: In dieser roten Gitterbox, die aussieht, als wenn sie einem Industrieunternehmen entliehen sein könnte, wird Christian Burghaus also gleich in den Himmel befördert. Noch einmal posieren für die Kamera, dann steigt er in den Korb.

Stück für Stück fährt der Kran seinen Arm aus, immer höher, 20 Meter, 40 Meter, 80 Meter, bis er die Höhe des nebenstehenden Windkraftrades am Brenscheid erreicht hat. Am Kranseil pendelt Christian Burghaus in seiner Box. „Alles ok“, sagt er per Funkgerät nach unten, ehe der Spaß beginnen kann.

Es ist die Verwirklichung einer Idee, auf die man nur kommt, wenn man ein bisschen verrückt ist. So wie Christian Burghaus. Der junge Mann aus Lennestadt kann nicht ruhig sitzen, braucht immer Action. Die hat er normalerweise auch, wenn er als DJ für Radiosender oder auf Veranstaltungen auflegt oder wenn er die Technik für Hochzeiten, Abiturpartys oder andere Feiern liefert. 

Doch mit der Coronakrise ist das Geschäft komplett zusammengebrochen. Für Christian Burghaus ist das kein Grund, Trübsal zu blasen. Je länger er zuhause sitzt, desto mehr ausgefallene Ideen kommen ihm in den Sinn. Er lässt sich filmen, wie er vor den Sauerland-Pyramiden in Meggen oder auf dem Flugplatz in Hüinghausen ein DJ-Set spielt oder schafft es mit einer rot angeleuchteten Schützenhalle in Plettenberg zur Night of Light in die Schlagzeilen. 

Nichts davon bringt ihm Geld. Aber er bleibt im Gespräch. Sein Vorhaben in Herscheid soll den letzten Aktionen die Krone aufsetzen. Noch extremer soll es sein, am besten etwas, das noch niemand zuvor gemacht hat. 

Er nimmt Kontakt zu Peter Dunkel vom gleichnamigen Herscheider Kran-Unternehmen auf, fragt nach, ob er den größten Kran der Flotte mal nutzen darf. DJ-Musik aus 70 Metern Höhe? Dunkel reagiert begeistert. Sie treffen sich, testen das Projekt mit einem Hubsteiger in 30 Metern Höhe – es funktioniert. 

Am Dienstag ist dann alles bereit für die außergewöhnliche Aktion. Um 16.10 Uhr trifft der Kran am Brenscheid ein. Die fünf Fachleute um Peter Dunkel richten alles ein, DJ Christian Burghaus legt sich den Sicherungsgurt an und befördert das Equipment in die Box. Sie ist so schmal, dass er neben sich selbst nur noch ein Stromaggregat hineinstellen kann. 

Direkt neben dem rund 80 Meter hohen Windrad von Peter Dunkel am Brenscheid ließ der Unternehmer seinen Kran in die Höhe fahren.

Das DJ-Pult inklusive Box, Nebelmaschine und kleinen Flammenwerfern baut er auf der Kante auf. Alles fest und gesichert? Um 16.45 Uhr geht es in die Höhe. Der Wind bläst Christian Burghaus in rund 70 Metern Höhe deutlich stärker um die Ohren als bei der Probe in 30 Metern. Der Korb pendelt hin und her – gut, dass er keine Höhenangst hat. 

Es dauert ein paar Minuten, bis er sich eingegroovt hat – und die Höhe völlig vergisst. Eine Drohne schwirrt um ihn herum, filmt beeindruckende Aufnahmen von Burghaus am DJ-Pult, vom Nebel, von den Flammen, vom Ausblick. Nach einer halben Stunde geht es hinab, umziehen für die zweite halbe Stunde DJ-Set in der Luft. 

Zwischendurch lässt er den Blick über die Wälder Herscheids und Plettenbergs schweifen. Ein unglaublicher Anblick. „Es war echt cool“, sagt ein deutlich sonnengeröteter Christian Burghaus nach der Aktion im Gespräch mit der Heimatzeitung. 

Aber etwas sei doch sehr ungewohnt gewesen: „Wenn ich in Wallung komme, dann bewege ich mich zu der Musik – und das war nicht so gut, denn dann kam der Korb doch arg ins Schaukeln“, lacht der DJ, der jetzt schon ankündigt, dass es nicht die letzte verrückte Aktion in der Region gewesen sein soll...

Die beiden etwa 20-minütigen DJ-Sets wurden von der Firma Bladevision gefilmt und werden – ebenso wie die bisherigen verrückten Auftritte von Christian Burghaus – im Internet veröffentlicht. Geplant ist, dass das Video am 5. Juli um 16 Uhr online gestellt wird.

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