Puzzleaufgabe Wahlgebiet

Veränderte Bezirke: Darauf sollten die Wähler vor dem Urnengang achten

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Bürgermeister, Gemeinderat, Kreistag, Landrat: Vier Kreuzchen können die Herscheider Bürger bei der Kommunalwahl am 13. September machen. Angelika Kanzler aus dem Bürgerbüro zeigt die unterschiedlich farbigen Stimmzettel sowie die Broschüre „Einfach wählen gehen! Ihre Stimme zählt!“, die im Bürgerbüro erhältlich ist.

Herscheid – Bei der Kommunalwahl kommen einige Veränderungen auf die Herscheider zu – und das nicht nur aufgrund der Corona-Pandemie. Wir geben einen Überblick darüber, worauf die Wähler am 13. September achten sollten.

Wahlbezirke angepasst

Auch Stammwählern sei dringend ein prüfender Blick auf die Wahlbenachrichtigungen empfohlen, die bereits Mitte August an alle 5 895 Wahlberechtigten in Herscheid verschickt wurden. Wegen geänderter Vorgaben mussten die elf Herscheider Wahlbezirke verändert werden. Etliche Straßen – insbesondere innerorts – werden anderen Bezirken zugeordnet. 

Viele Bürger müssen am 13. September ein anderes Wahllokal aufsuchen; somit ändern sich für sie auch die zur Wahl stehenden Ratskandidaten. Bärbel Sauerland aus dem Rathaus erklärt, dass bei der Abgrenzung von Wahlbezirken darauf Rücksicht zu nehmen sei, dass räumliche Zusammenhänge gewahrt werden: „Damit soll die Chancengleichheit der Kandidaten gewahrt werden.“ 

Als Maßstab für die Größe eines Bezirks wird ein Durchschnittswert der Einwohnerzahl errechnet. Dieser darf neuerdings nicht mehr als 15 Prozent nach oben oder nach unten abweichen (bislang lag dieser Wert bei 25 Prozent). In absoluten Zahlen ausgedrückt: Die Wahlbezirke in Herscheid müssen mindestens 517 und dürfen maximal 699 Einwohner groß sein. 

Innerorts seien die Bezirke ohnehin recht stark aufgestellt. Die Besiedelung des Neubaugebietes Rotmilanweg, in dem zum Stichtag 41 Personen geführt wurden, habe für eine Reihe von Verschiebungen gesorgt, die sich auf angrenzende Bezirke ausgewirkt habe. Auch in anderen Bezirken wie etwa in Hüinghausen seien Anpassungen notwendig gewesen. Die Zusammenstellung habe einem kniffligen, zeitaufwendigen Puzzlespiel geglichen, erzählt Bärbel Sauerland. 

Wahllokal zieht um 

Bei der Gemeinde sind bereits weit über 1 000 Anträge auf Briefwahl eingegangen. Bis spätestens Freitag, 11. September, kann diese Art der Stimmabgabe noch beantragt werden; das Bürgerbüro ist an diesem Tag durchgängig von 8 bis 18 Uhr geöffnet. 

Die übrigen Wähler sollten ihre Kreuzchen auf den vier Stimmzetteln (Bürgermeister, Gemeinderat, Landrat, Kreistag) in den für sie vorgesehenen Wahllokalen machen. Wo sich diese befinden, ist der Wahlbenachrichtigung zu entnehmen. Auch hier gibt es Veränderungen: Im Wahlbezirk 2 (Rahlenberg) ist das Seniorenzentrum aufgrund des Corona-Schutzkonzepts nicht nutzbar; stattdessen werden die VHS-Räume im Bildungszentrum Rahlenberg genutzt. 

Corona-Auswirkungen 

Alle Wähler sollten für den Urnengang nicht nur einen Mund-Nasen-Schutz, sondern auch einen eigenen Stift mitbringen. Die Wahlhelfer werden dazu angehalten, darauf zu achten, dass die Besucher stets die Mindestabstände einhalten. Um diese Abstände einhalten zu können, werden in den vier Feuerwehr-Gerätehäusern, die als Wahllokale genutzt werden, die Fahrzeughallen (und nicht länger Schulungsräume) genutzt. Die Präsentation der Ergebnisse am Wahlabend soll – sofern das Wetter mitspielt – im Freien vor dem Rathaus erfolgen. Alternativ steht bei Regen der Bürgersaal zur Verfügung.

Mehr Informationen 

Weitere Informationen rund um die Kommunalwahl in Herscheid hat die Gemeindeverwaltung auf ihrer Internetseite zusammengestellt und zwar auf: www.herscheid.de

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