Keine Après-Ski-Party, kein Königsball - und was wird aus dem Schützenfest?

Endlich mal wieder ein Grund zum Jubeln für die Schützen: Umbau der Schützenhalle zum Nulltarif

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„Wann startet der Vorverkauf für die Aprés-Ski-Party?“, diese Frage hörten die Schützen zuletzt häufig. Ihre Antwort: Die Fete findet in 2021 gar nicht statt.

Herscheid – Himmelhochjauzend, zu Tode betrübt – besser kann die aktuelle Gefühlslage beim Schützenverein Herscheid nicht ausgedrückt werden.

„Bis mindestens Ende dieses Jahres wird es keine Veranstaltungen mehr in der Gemeinschaftshalle geben“, sagt Dirk Schöttler, der Vorsitzende der Schützen. Einzige Ausnahme ist die Blutspende im Dezember, die wie gewohnt in der Halle stattfinden wird. 

Aber die Schützen schauen nicht nur bis Ende des Jahres 2020. Im Rahmen einer Vorstandssitzung beschlossen sie, dass es 2021 – erstmals nach acht Jahren – keine Aprés-Ski-Party geben wird. Ebenso verzichten die Grünröcke auf einen Königsball. „Wir waren im Vorstand einstimmig der Meinung, dass solche Veranstaltungen für uns derzeit erstens nicht umsetzbar sind, zweitens vermutlich gar nicht genehmigt würden und drittens der falsche Ansatz in Corona-Zeiten wären“, so Volker Halbhuber, 2. Vorsitzender des Vereins. 

Der Halleneingang sieht mehr schlecht als recht aus. Um die Halle behindertgerecht zu gestalten, werden hier und am anderen Hallenende dreieckige Anbauten die Nutzfläche vergrößern.

„Uns ist die Entscheidung absolut nicht leicht gefallen, aber wir wollten nicht so lange warten, bis uns die Entscheidung durch die Behörden, mit denen wir in den letzten Monaten sehr gut und offen kommuniziert haben, abgenommen wird. Solche Veranstaltungen müssen trotz guter Erfahrungen sorgfältig vorausgeplant werden. Es war nun der Zeitpunkt gekommen, eine Entscheidung zu treffen“, so Halbhuber. Er verweist darauf, dass in den letzten Wochen bereits mehrfach Anfragen bei den Schützen eingetroffen seien, wann denn der Vorverkauf für die Ski-Party losgeht. 

Große Hoffnungen machen sich die Schützen noch auf ein Schützenfest im Juli 2021, nachdem dieses in 2020 bereits ausfallen musste. Dieses Fest wäre das letzte Fest in der alten Gemeinschaftshalle vor dem großen Umbau, der unmittelbar nach dem Schützenfest beginnen soll. 

Die Treppe von der Halle zu den Toiletten wird entfernt und der Keller vom Hallenbereich getrennt.

Auf diesen Umbau freuen sich die Schützen und die Gemeinde schon jetzt. Vor allem, da den Gemeindeverantwortlichen nun mitgeteilt wurde, dass der Umbau – der mit 2,71 Millionen Euro beziffert wird – nicht nur mit 90 Prozent, sondern mit komplett 100 Prozent durch das Programm „soziale Integration im Quartier“ des Landes Nordrhein-Westfalen bezuschusst wird. Grund für die Aufstockung ist die aktuelle Corona-Situation.

„Diese Nachricht bedeutet eine große Erleichterung für die weitere Umsetzung des Projektes“, so Halbhuber. Die ersten Schritte wurden bereits durch die Gemeinde in die Wege geleitet und erste Entscheidungen getroffen. So steht nun fest, dass das Architekturbüro Archifaktur Lennestadt den Zuschlag für den Umbau erhalten hat. 

Dort, wo es zu den Toiletten geht und die Theke steht, werden zukünftig die sanitären Anlagen zu finden sein.

„Die Architekten aus Lennestadt waren unser Wunschpartner, da wir bereits bei den Vorbereitungen für den Förderantrag sehr gute Erfahrungen mit den Mitarbeitern gemacht haben. Dass sich das Unternehmen auch nach der offiziellen Ausschreibung durchgesetzt hat, freut uns sehr“, so Halbhuber zu aktuellen Lage zum Hallenumbau.

Das sind unsere Bilder zur neunten Auflage der Herscheider Après-Ski-Party 

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