Freibad: Unsichere Aussichten

Suche nach einem neuen Schwimmmeister gestaltet sich schwierig 

Schnee, Eis und insbesondere die Minusgrade sorgen für eine Zwangspause auf der Freibad-Baustelle. Die Fachfirma aus
Österreich, die für den Beckenbau zuständig ist, kommt frühestens Ende Februar zurück nach Herscheid.
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Schnee, Eis und insbesondere die Minusgrade sorgen für eine Zwangspause auf der Freibad-Baustelle. Die Fachfirma aus Österreich, die für den Beckenbau zuständig ist, kommt frühestens Ende Februar zurück nach Herscheid.

Still ruht in diesen Tagen nicht nur der sprichwörtliche See, sondern auch die Freibad-Baustelle. Der Neubau des Schwimmerbeckens gerät durch den neuerlichen Wintereinbruch ins Stocken. Die angestrebte Saisoneröffnung Anfang Mai hängt jedoch nicht nur von der Witterung ab.

Herscheid - Die Firma Zeller Bäderbau aus Österreich hatte vor wenigen Tagen damit begonnen, die neue Edelstahlwand zu montieren. Doch die eisigen Temperaturen sorgen für eine Zwangspause. Wie Bauamtsleiter Lothar Weber im Sportausschuss beispielhaft berichtete, seien bei Minus zehn Grad keine Schweißarbeiten möglich. Daher werde die österreichische Firma frühestens in der letzten Februarwoche nach Herscheid zurückkommen.

Bisher seien auf der Baustelle laut Weber noch keine Verzögerungen aufgetreten. Sollte der Winter jedoch hartnäckig bleiben, könnte der angestrebte Fertigstellungstermin Ende April wackeln. Doch wie wird die neue Saison aussehen? Das hängt maßgeblich von der CoronaPandemie ab; in der letzten Saison war immerhin eine Öffnung unter strengen Schutzvorgaben möglich.

Für zusätzliche Unsicherheit im Rathaus sorgt die Personalsituation: Nach der Kündigung von Gunnar Preibusch zum Ende der letzten Saison steht mit Reiner Wittkamp zurzeit lediglich ein Schwimmmeister zur Verfügung – zu wenig, um den Badbetrieb in vollem Umfang aufrechterhalten zu können.

Bereits im Herbst hatte die Gemeinde die Stelle deutschlandweit ausgeschrieben, doch nur eine Handvoll Bewerber hatte sich gemeldet – zu einer Einigung sei es nicht gekommen, bedauert Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Er sprach von einem Mangel an Fachangestellten für Bäderbetriebe und einer großen kommunalen Konkurrenz.

Langsam wird es eng.

Bürgermeister Uwe Schmalenbach

Das Freibad werde zwar durch die Beckensanierung attraktiver für die Besucher, aufgrund der durchgehenden Tätigkeit von Frühjahr bis Herbst sei eine berufliche Tätigkeit dort weniger reizvoll als etwa in Hallenbädern, wo die Dienstzeiten geregelter seien. Daher sei die Personalsuche für die Gemeinde schwierig: „Langsam wird es eng“, sagte Schmalenbach.

Melde sich weiter kein Interessent auf die erneute Ausschreibung, werde er Gespräche mit Nachbarkommunen suchen. Eine weitere Möglichkeit sei die Einstellung einer Kraft allein für die Badeaufsicht; trotzdem müsste dann der Freibadbetrieb zurückgefahren werden, weil diese nicht alle Aufgaben eines Fachangestellten übernehmen können.

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