13 Ortsnetzstationen betroffen

Stromausfall in MK-Kommune: Aus diesem Grund

Stromausfall Symbolbild
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Bei Tiefbauarbeiten in Herscheid wurde ein Starkstromkabel beschädigt.

[Update 10.10 Uhr] Teilweise bis zu einer Stunde waren viele Herscheider am 24. Juni ohne Strom. Der Grund: Bei Tiefbauarbeiten war ein Starkstromkabel beschädigt worden. Auch der Rundfunkempfang war kurz gestört.

Herscheid – Der Stromausfall startete exakt um 10.09 Uhr, als bei den Arbeiten einer Tiefbaufirma im Bereich Im Wiebruch Erdnägel gesetzt wurden, wie Enervie-Sprecher Andreas Köster mitteile. Einer davon traf ein 10.000-Volt-Kabel von Enervie und beschädigte es so stark, dass insgesamt 13 Ortsnetzstationen in Herscheid und Umgebung ausfielen. „Das kann bei Tiefbauarbeiten schon einmal passieren“, so Köster.

Neben dem Ortskern – dort fiel zum Beispiel auch im Rathaus der Strom aus – waren unter anderem die Netzstationen in Reblin, Becke, Schleifkotten, In den Erlen und Bruch betroffen, ebenso Spielberg, Spielbergweg und Höh. Auch der Robert-Kolb-Turm an der Nordhelle, der dem WDR als Funkturm dient, sei von dem Stromausfall betroffen gewesen. Ob dies auch Auswirkungen auf den Radio-Empfang in der Umgebung gehabt habe, konnte Köster nicht sagen.

Auf Anfrage teilte der WDR am 25. Juni - nach Rücksprache mit der zuständigen Fachabteilung - mit, dass der Stromausfall durch eine Netz-Ersatz-Anlage am Standort Nordhelle innerhalb von fünf Sekunden kompensiert wurde. Die Beeinträchtigung des Rundfunk-Empfangs im Bereich habe daher unter zehn Sekunden gelegen.

Die Kollegen in der Leitwarte in Hagen hätten den Ausfall registriert und dann die Informationen an die Bezirksstelle in Werdohl weitergegeben. Diese fuhren dann zur Schadensstelle und den einzelnen betroffenen Netzstationen. „Wir können dann das defekte Kabel durch Umleitmaßnahmen überbrücken.“ Dabei müssten aber die einzelnen Stationen angefahren und händisch wieder zugeschaltet werden. Das beanspruchte etwas Zeit. Eine Dreiviertelstunde nach dem Stromausfall, also um 10.55 Uhr, waren zehn der 13 ausgefallenen Ortsnetzstationen wieder zugeschaltet. Die Stationen Spielberg, Spielbergweg und Höh folgten etwas später um 11.14 Uhr, also gut eine Stunde nach dem Ausfall.

„Wir werden uns darum kümmern, dass das Kabel repariert wird“, erklärte Köster die nächsten Schritte. Wenn das geschehen sei, werde es im laufenden Betrieb wieder zugeschaltet, wovon die Kunden aber nichts merken würden.

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