Wird Fraktionsgemeinschaft mit der FDP fortgesetzt?

UWG setzt bei Kommunalwahl auf neue und bekannte Gesichter

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Blicken optimistisch auf den 13. September: Die UWG-Mitglieder trafen sich am Freitagabend vor dem Rathaus, um sich auf die Wahl vorzubereiten.

Herscheid – Mit großen Schritten geht es auf die Kommunalwahl zu, für die sich auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Herscheid gut gerüstet sieht und personell aus dem Vollen schöpfen kann.

„Alle Wahlbezirke und die Reserveliste sind besetzt“, verkündete der Parteivorstand um den Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Taaks und Fraktionschef Peter Benecke bei der Mitgliederversammlung zur Kandidatenaufstellung.

Neu in den Gemeinderat einziehen könnten etwa Sebastian Jülich, Jens Schäfer und Jörg Falbe. Sie führen die Reserveliste an, die von den Mitgliedern einstimmig bestätigt wurde. 

Die amtierenden UWG-Ratsmitglieder Friedrich-Wilhelm Taaks und Peter Benecke haben sich auf den eher hinteren Plätzen 7 und 8 eintragen lassen. Zusammen mit ihrem Ratskollegen Udo Milkereit treten sie jedoch auch wieder als Direktkandidaten an. 

Zudem bewerben sich junge Kräfte wie Alexander Kunze. Die Besetzung der elf Wahlbezirke erfolgte in vier Fällen einstimmig; bei sieben Kandidaten fehlte jeweils eine Ja-Stimme. 

Schon im Januar hatte die UWG offiziell beschlossen, Bürgermeister Uwe Schmalenbach bei seiner Arbeit weiterhin zu unterstützen. Der Verwaltungschef freute sich über die Rückendeckung und lobte während der Mitgliederversammlung die Zusammenarbeit im Rat: „Wir haben gemeinsam viel auf den Weg gebracht.“ 

Einige Projekte seien nun vorbereitet, würden aber erst in der nächsten Legislaturperiode umgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel die Modernisierung von Freibad und Gemeinschaftshalle. 

Als sogenannte „Mega-Themen“ für die Zukunft nannte Schmalenbach den Demographischen Wandel, die Digitalisierung und das Klima. Und auch die finanzielle Situation steht natürlich im Fokus: „Die Gemeindefinanzen sind dramatisch eingebrochen“, betonte der Bürgermeister die veränderten Rahmenbedingungen. 

Die versprochene Hilfe von Bund und Land sei eine „gute Entwicklung“, trotzdem würden die Steuereinnahmen wegen der Corona-Folgen länger auf „niedrigem Niveau“ bleiben. 

Vor diesem finanziell angespannten Hintergrund musste auch das Wahlprogramm der UWG entstehen, das dennoch zahlreiche Forderungen und Ziele enthält: So sollen beispielsweise Stellplätze für Wohnmobile geschaffen, neue Löschwasserbehälter zum Schutz trockener Wälder erstellt und Radwege ausgebaut werden. 

Darüber hinaus fordert die Wählergemeinschaft, einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen, um den Bedürfnissen älterer Bürger auch auf politischer Ebene Gehör zu verschaffen. Um den Nachwuchs zu fördern, wird unter anderem die Ausstattung des Bildungszentrums mit „modernster Digitaltechnik“ vorgeschlagen. 

Ihre politischen Positionen vertritt die UWG seit 2014 in einer Ratsfraktion mit der FDP. Gibt es diese Gemeinschaft auch in den nächsten Jahren? „Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Das entscheiden wir nach der Wahl“, möchte Peter Benecke im Vorfeld nichts ausschließen und hält bei dieser Frage „alles für möglich“.

Die Kandidaten: Peter Benecke (Wahlbezirk 1), Udo Milkereit (WB 2), Friedrich-Wilhelm Taaks (WB 3), Sebastian Jülich (WB 4), Melina D'Amore (WB 5), Alexander Kunze (WB 6), Ulf Schneider (WB 7), Frank-Peter Schauerte (WB 8), Henning Schröder (WB 9), Jörg Falbe (WB 10) und Jens Schäfer (WB 11).

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