Hospiz Lüdenscheid und Seniorenzentrum freuen sich über Spende der Senioren-Union

Hilfe für den letzten Lebensabschnitt

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Ein Geschenk, passend zur Weihnachtszeit: Vorsitzender Wolfgang Weyland (links) und seine Stellvertreterin Annerose Kober (rechts) überreichten im Namen der Senioren-Union die Spenden an Sabine Große (2. von links) vom Hospiz Lüdenscheid sowie an Heidrun Cordt (Mitte) und Anke Dahlhaus (2. von rechts) vom Seniorenzentrum.

Herscheid – Die letzte Etappe eines Lebensweges ist oftmals die schwierigste. Umso schöner, dass man diesen Abschnitt nicht allein antreten muss. Den Helfern des Herscheider Seniorenzentrums und der Lüdenscheider Hospiz-Einrichtung dankt die hiesige Senioren-Union mit ihrer Jahresspende.

„Wir erleben so schöne Touren, doch wollen wir auch an die Menschen denken, denen es nicht so gut geht“, erklärte Ortsvorsitzender Wolfgang Weyland. Bei sämtlichen Veranstaltungen der Senioren-Union Herscheid wurde ein Spendenschwein herumgereicht. Der Gesamtbetrag in Höhe von 1 800 Euro wurde insbesondere durch das Gastspiel der Bühnenmäuse aufgewertet. 

Jeweils 900 Euro überreichte Weyland in der Hoffnung, „ein wenig dazu beitragen zu können, dass die Arbeit angenehmer wird“. Dafür bedankte sich Sabine Große, Hospizleiterin in Lüdenscheid, die einen Einblick in die Arbeit ihres Teams gab. Im letzten Kirchenjahr habe man Abschied von 117 Gästen nehmen müssen. Die durchschnittliche Verweildauer liege bei sieben bis acht Tagen; das Einzugsgebiet der Einrichtung erstrecke sich weit über den Märkischen Kreis hinaus bis nach Dortmund und ins Ruhrgebiet. 

Die Kapazitäten in dem Gebäude an der Sedanstraße seien begrenzt: Acht Zimmer stehen dort zur Verfügung. Die Nachfrage sei derart groß, dass vielen Personen keine Aufnahme ermöglicht werden konnte, bedauerte die Einrichtungsleiterin.

Eine Vergrößerung sei aufgrund der gesetzlichen Vorgaben nicht möglich. Dennoch erhofft sich Sabine Große eine Verbesserung durch den Umzug im kommenden Jahr. Am neuen Standort an der Bonhoefferstraße wird ein bestehendes Gebäude kernsaniert und an die Bedürfnisse der anspruchsvollen Hospizarbeit angepasst – unter anderem mit barrierefreien Zimmern samt Bad und Balkon, ein gemeinschaftlich nutzbares Wohnzimmer sowie Wintergarten und Dachterrasse. Im Oktober 2020 soll das neue Haus bezogen werden. Für diesen Neubau und die tägliche Arbeit werde jede Spende benötigt, sagte Sabine Große. 

Für das Herscheider Seniorenzentrum bedankten sich die Einrichtungsleiter Anke Dahlhaus und Heidrun Cordt, Vorsitzende des Förderkreises, für die Unterstützung. Sie erinnerten an die Umgestaltung des Demenzgartens in diesem Jahr. „Solche Projekte, die unseren Bewohnern zugutekommen, wären ohne Spenden nicht realisierbar“, sagte Anke Dahlhaus. 

Der Förderkreis ermögliche viele Anschaffungen, die über das normale Maß hinausgehen. Auch dank der Unterstützung der Senioren-Union konnte beispielsweise eine kabellose Lautsprecheranlage angeschafft werden, die bei Veranstaltungen im Bistro zum Einsatz kommt. 

Anke Dahlhaus nutzte die Gelegenheit und hob das große Engagement der Förderer hervor. Eine Mitarbeiterin des Seniorenzentrums habe in ihrer Freizeit auf dem Weihnachtsmarkt Adventskränze zugunsten des Förderkreises verkauft. „Ich finde es bemerkenswert, dass sich unsere Mitarbeiter so mit unserem Haus identifizieren“, sagte Anke Dahlhaus.

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