Besitzerwechsel im November?

Presswerkgelände: GWU plant altengerechtes Wohnen und keinen Drogeriemarkt

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Momentaufnahme von Dienstagvormittag an der Hohle Straße: Ein Bagger der Firma P&S Agrar und Forst arbeitet sich durch den Schutthaufen.

Herscheid – Der Abriss nähert sich mit großen Schritten seinem Ende: Aber wie geht es weiter auf dem ehemaligen Presswerkgelände? Was geschieht mit dem in den letzten Jahren zum Schandfleck verkommenen Areal an der Hohle Straße?

So viel steht fest: Der Bereich soll sich möglichst schnell zum Positiven verändern. Der aktuelle Eigentümer, ein Privatmann aus Rheinland-Pfalz, hat eine vertragliche Vereinbarung mit dem Gemeinnützigen Wohnungsunternehmen (GWU) aus Plettenberg getroffen. Diese besagt: Sobald die Industriegebäude vollständig zurückgebaut sind, erfolgt der Besitzerwechsel. 

Diese Vereinbarung sei zwar schon älter, habe aber nicht an Gültigkeit verloren, betont GWU-Geschäftsführer Thomas Scherzinger, dass sich an der Kaufabsicht seines Unternehmens nichts geändert hat: „Der Vertrag mit dem Besitzer ist über ein Jahr alt. Ich habe mehrfach an der Umsetzung gezweifelt. Aber jetzt bin ich optimistisch, dass wir das hinkriegen.“ 

Regelmäßig schaut Scherzinger an der Hohle Straße vorbei, hält die Fortschritte mit einer Kamera fest. Nachdem sich der Rückbau zunächst schwierig gestaltete, sei in den letzten Wochen Bewegung auf das Gelände gekommen. Dies liege auch an dem Unternehmen P&S Agrar und Forst, das den Abriss vorantreibe. 

Dienstagmorgen stand von den ehemaligen Werkshallen lediglich noch ein kleiner Eckbereich; das Dach war bereits abgetragen. Die Entsorgung der beachtlichen Schuttberge dürfte aber gewiss noch einige Tage und Wochen dauern. „Ich habe die berechtigte Hoffnung, dass wir im November das Grundstück übernehmen können“, sagt der GWU-Geschäftsführer optimistisch. Er ergänzt, dass sein Unternehmen zwei Drittel des Geländes kaufen wird. Das verbleibende eine Drittel der Fläche (den Grenzbereich in Richtung Netto-Markt) übernimmt die Gemeinde Herscheid. 

Nachdem sich der Rückbau der einstigen Werkshallen über Wochen und Monate hingezogen hatte, stand am Dienstag nur noch dieser kleine Eckbereich.

Apropos Gemeinde: Durch die Erstellung des Bebaungsplanes für die Hohle Straße ist eine weitere gewerbliche Nutzung an dieser Stelle ausgeschlossen. „Dieser Plan sieht für uns sehr gut aus“, betont Thomas Scherzinger. Ziel seines Unternehmens sei es, altengerechte Wohnungen zu errichten. Ob das GWU dabei als eigener Bauherr auftritt, sei noch nicht geklärt. Derzeit werden Verhandlungen mit zwei Interessenten für dieses Areal geführt, so Scherzinger. 

Wann die bald brachliegende Fläche neu bebaut wird und wie lang sich die Planungsphase hinzieht, das sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Ein solches Projekt benötige stets Vorlauf, geht der GWU-Geschäftsführer nicht von einer kurzfristigen Umsetzung aus. Eines konnte er abschließend ausschließen: Den von vielen Herscheider Bürgern gewünschten Drogeriemarkt wird es an dieser Stelle nicht geben. „Dort wird ein reiner Wohnbau entstehen.“

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