Mehr Teilnehmer, keine Anmeldung

Neues Schutzkonzept für Gottesdienste in der Apostelkirche gilt ab sofort

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Wer die Apostelkirche betreten möchte, der muss weiterhin einen Mundschutz tragen – diese Vorgabe bleibt bestehen. Doch die neue Corona-Schutzverordnung ermöglicht der Evangelischen Kirchengemeinde Herscheid einige Anpassungen in der Gottesdienst-Organisation.

Herscheid – Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Herscheid hat auf seiner jüngsten Sitzung neue Rahmenbedingungen zur Durchführung von Gottesdiensten in der Apostelkirche beschlossen. Diese gelten ab sofort und werden am Sonntag, 23. August, erstmalig umgesetzt.

Diese Anpassungen basieren auf der veränderten Corona-Schutzverordnung, die das Land NRW am 12. August erlassen hat und die der Durchführung von Gottesdiensten in den Kirchen als Richtschnur dient. Landeskirche und Superintendenten haben entsprechende Empfehlungen an die Kirchengemeinden in Westfalen weitergegeben.

Weiterhin gilt: Die Evangelische Kirchengemeinde Herscheid feiert jeden Sonntag um 10 Uhr Gottesdienst in der Apostelkirche; an jedem zweiten Sonntag im Monat wird der Beginn auf 11 Uhr festgelegt. „Offensichtlich Erkrankten wird die Teilnahme nicht gestattet, gefährdeten Besuchern nicht empfohlen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die Pfarrer Bodo Meier im Namen des Presbyteriums der Kirchengemeinde verfasst hat. 

Neu ist im Vergleich zum bisherigen Verfahren: Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist auf maximal 49 begrenzt. Eine vorherige Anmeldung ist für eine Teilnahme nicht mehr notwendig.

In den Kirchbänken sind nummerierte Sitzplätze fest zugeordnet in jeweils Gruppen von maximal zehn Personen, innerhalb derer der Mindestabstand unterschritten werden darf. „Auf den Sitzplätzen wird das Tragen einer Maske empfohlen. Außerdem dürfen die Sitzplätze nicht gewechselt werden“, schreibt Bodo Meier. 

Eine wesentliche Neuerung ist die Teilnehmenden-Karte. Jeder Gottesdienstbesucher ist dazu verpflichtet, dieses kurze Schreiben auszufüllen. Sitzplatznummer, Namen, Adresse und Telefonnummer müssen angegeben werden; die Angabe der Email-Adresse hingegen ist freiwillig. 

Die Karten werden beim Verlassen der Kirche eingesammelt und vier Wochen lang aufbewahrt und danach vernichtet. Der Gemeindepfarrer betont, dass sie ausschließlich dazu dienen, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. 

Körperkontakt und physische Nähe bleiben im Kirchraum untersagt. Ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter voneinander ist im gesamtem Kirchraum – außer auf den fest zugewiesenen Plätzen in den Kirchbänken – einzuhalten; dies gilt im Übrigen auch für den Kirchvorplatz. Die Benutzung von Gesangbüchern ist nicht gestattet; Gemeindegesang ist weiter nicht möglich. 

Oberste Priorität genießen die allgemeinen Hygieneregeln: Nach dem Betreten der Kirche sollten sich die Besucher im Eingangsbereich die Hände desinfizieren. Während der gesamten Aufenthaltsdauer in der Kirche gilt Maskenpflicht, mit Ausnahme der Zeit auf den fest zugewiesenen Sitzplätzen. Jedoch wird auch dort das Tragen der Maske empfohlen. 

Das Betreten und Verlassen der Kirche wird geordnet organisiert, damit Warteschlangen vermieden werden. Entstehen sie doch, soll trotzdem die Abstandsregelung eingehalten werden. In der Kirche gilt eine Einbahnstraßenregelung gegen den Uhrzeigersinn, die durch Pfeile am Boden gekennzeichnet ist. Der Zugang zu den Bänken erfolgt in der Regel von Süden her und das Verlassen der Bänke nach Norden. 

„Durch die neuen Regelungen können wir mit deutlich mehr Menschen Gottesdienst feiern als bisher, auch wenn deren Zahl natürlich nach wie vor eingeschränkt ist“, schreibt Gemeindepfarrer Bodo Meier. Außerdem sei durch die neue Regel eine Rückverfolgungskette im Falle einer Infektion gewährleistet.

Die Evangelische Kirchengemeinde setzt damit ein Zeichen der Hoffnung, dass Begegnungen in Gottesdiensten wieder neu möglich werden und doch immer noch alle Maßnahmen getroffen sind, die Ausbreitung der Epidemie zu verlangsamen“, so Meier abschließend.

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