Wolfgang Bröker löst Wolfgang Vöpel ab

Wahl des neuen stellvertretenden Bürgermeisters: CDU holt UWG und FDP ins Boot

+
Der gemeinsame Kandidat von CDU, UWG und FDP, Wolfgang Bröker (rechts), ist neuer Bürgermeister-Stellvertreter. Für den SPD-Kandidaten Wolfgang Vöpel (links) reichte es nur zum zweiten Stellvertreter-Posten.

Herscheid – Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Wegen der Corona-Pandemie zog der Rat der Gemeinde Herscheid zu seiner konstituierenden Sitzung um – vom Bürgersaal in die Gemeinschaftshalle.

Dort fanden sich neben interessierten Zuhörern auch ausgeschiedene Ratsmitglieder und die am 13. September neu in das wichtigste politische Gremium der Ebbegemeinde aufgenommene Mitglieder ein. Begrüßt wurden sie alle von Peter Reinhardt (SPD): Der Altersvorsitzende des Rates leitete in die Sitzung und führte per virtuellem Händedruck und Urkundenübergabe Uwe Schmalenbach in seine dritte Amtsperiode als Herscheider Bürgermeister ein. Dazu wünschte ihm Reinhardt Mut und das nötige Glück, um die Gemeinde nach der Pandemie wieder „in ruhiges Fahrwasser zu bringen.“ 

Spannend ging es bei der Wahl des Bürgermeister-Stellvertreters nur kurz zu. Denn: CDU, UWG und FDP hatten sich im Vorfeld auf einen gemeinsamen Bewerber geeinigt: Wolfgang Bröker. Mit ihren Stimmen hatten die drei Fraktionen bereits 13 der insgesamt 23 Stimmen sicher und somit die Mehrheit. Am Ende erhielt der CDU-Schatzmeister Bröker insgesamt 15 Stimmen. Somit löst er Wolfgang Vöpel als ersten Stellvertreter des Bürgermeisters ab. Der SPD-Kandidat erhielt bei der anonymen Wahl acht Stimmen und rückt somit ins zweite Glied. 

Uwe Schmalenbach schwor die neuen Ratsmitglieder auf eine außergewöhnliche Legislaturperiode ein: Neben der Konsolidierung der Finanzen zählen der Klimaschutz und die zahlreichen Bauvorhaben zu den wichtigsten Projekten. Noch nicht abschätzbar sei die Tragweite der Pandemie – die daraus resultierenden Probleme dürften in den nächsten fünf Jahren die politische Arbeit vor Ort stark beeinflussen. 

Der Altersvorsitzende des Herscheider Rates, Peter Reinhardt (links), führte Bürgermeister Uwe Schmalenbach per Urkundenübergabe in dessen dritte Amtsperiode ein.

Der Bürgermeister warb für einen fairen und respektvollen Umgang miteinander. Es liege in der Natur der Sache, dass sich die nun sechs im Rat vertretenen Lager (CDU, SPD, Grüne, UWG, FDP und ÖDP) nicht immer einig seien. Doch Schmalenbach erinnerte an gemeinsame Ziele: Kommunalpolitik soll Identität stiften und Zugehörigkeit schaffen. 

Er hoffe, dass die Solidarität von Dauer bleibe. Wenn es den Menschen gelinge, in der Pandemie auch Einschnitte zu ertragen, dann könne man aus dieser Situation neue Kraft schöpfen. Dabei müsse das Motto heißen: „Menschlichkeit zuerst.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare