Silberg: Fundamente der neuen Brücken werden gegossen

Bau an neuen Brücken dieser Hauptverkehrsstraße geht voran

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Der provisorische Kreisverkehr am Silberg ist inzwischen durch die Kunststoffelemente besser sichtbar als vorher.

Herscheid – Nachdem die Abrissarbeiten an den beiden Brückenbauwerken an der Landesstraße 561 im Bereich Hardt abgeschlossen sind, haben auch die ersten Arbeiten an den neuen Brücken begonnen.

„Es wird parallel an beiden Brücken gebaut“, teilt Andreas Berg, Pressesprecher der Regionalniederlassung Südwestfalen von Straßen.NRW, zum aktuellen Stand der Baumaßnahme am Silberg mit. „An der Brücke über die Gemeindestraße wird derzeit eines der beiden Widerlager für die Brücke betoniert.“ Auf der Baustelle lässt sich unschwer erkennen, dass erste Teile bereits betoniert wurden. 

Inzwischen ist zu dem Baukran, der schon seit längerem die Baugrube an der höher gelegenen Brücke überragte, auch am Standort der tiefer gelegenen Brücke über den Ahebach ein weiterer hinzugekommen. „Dort wird mit dem Bau des Fundaments begonnen“, sagt Berg. Am Freitag waren dort mehrere Betonmischer im Einsatz, die für das Gießen des Fundaments benötigt wurden. 

Die Bachverrohrung, die zusätzlich zu den Brücken angelegt wurde, ist bereits erstellt. In den kommenden Monaten werden die neuen Brücken, die als Ersatz für die abgerissenen errichtet werden, dann Gestalt annehmen. „Die Überbauten, also die Brückenplatten, sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden“, kündigt Berg an. 

Der Landesbetrieb baut parallel an beiden Brücken: An der unteren Brücke hat der Guss des Fundaments begonnen.

Nach den Planungen von Straßen.NRW wird mit der kompletten Fertigstellung der neuen Brückenbauwerke im Sommer 2021 gerechnet. Die Gesamtkosten für den Vollausbau der L561 im Bereich Silberg inklusive der beiden Brücken betragen 4 Millionen Euro. Nicht darin inbegriffen ist allerdings der weitere Ausbau der Landesstraße nach Herscheid, der in einem weiteren Bauabschnitt erfolgt. 

So sahen die Anfänge der Silberg-Baustelle aus.

Der Kreisverkehr unterhalb der Baustelle wurde zwischenzeitlich auch um die noch fehlenden roten und weißen Kunststoffelemente sowie entsprechende Beschilderung ergänzt, die den Kreisel deutlicher hervorheben sollen. Da der Landesbetrieb festgestellt hatte, dass der Kreisel von zahlreichen Autofahrern nicht als solcher wahrgenommen und entsprechend eher wie eine abknickende Vorfahrtsstraße durchfahren wurde, hatte man zunächst Warnbaken als Übergangslösung aufgestellt und die Kunststoffelemente bestellt, die aber nicht sofort verfügbar waren. 

Die Baken stehen übrigens weiterhin innerhalb der Kunststoffelemente und erhöhen zusammen mit diesen nun die Erkennbarkeit des provisorischen Kreisverkehrs.

An der Brücke im oberen Bereich wird ein Widerlager betoniert.

Gut 50 Jahre ist es nun übrigens her, dass die Silbergstrecke in Betrieb genommen wurde. Am 2. Juli 1970 hatte der Landesstraßenbaudirektor Schmidt die Strecke von Hardt über Silberg zur Versetalsperre für den Verkehr freigegeben. Zu diesem Zeitpunkt fehlten allerdings noch drei Brücken, diese mussten in dem Bereich noch fertiggestellt werden. 

Deswegen war die Strecke auch nur zum Teil freigegeben, die Höchstgeschwindigkeit betrug zunächst 30 km/h. Das damalige Projekt hatte ein gewaltiges Bauvolumen. 72 000 Kubikmeter Bodenmassen, davon 27 000 Kubikmeter Fels, mussten dabei abgetragen werden. 10 000 Kubikmeter Dammschüttmaterial wurden geliefert und 18 500 Kubikmeter Frostschutzmaterial verbaut. 

Die Gesamtfläche der hergestellten Fahrbahn betrug 22 000 Quadratmeter. Die Kosten der ausgebauten Strecke einschließlich der Ortsdurchfahrt Herscheid und des ersten Zwischenausbaus zwischen Herscheid und Hardt kosteten seinerzeit 4 Millionen Mark.

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