Heimatfreunde nutzen besucherlose Zeit zum Umräumen

Neue Exponate: Kein Dornröschenschlaf im Spieker

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Mit Spaß und Abstand stellten die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins (von links nach rechts) Gerd Holthaus, Siegfried Schröder und Dr. Klaus Hüttebräucker im Spieker weitere Schränke auf.

Herscheid – Seit fünf Monaten ist der Spieker mittlerweile geschlossen; ein Ende der Corona-Zwangspause ist nicht in Sicht. Aufgrund der Räumlichkeiten im Heimathaus ist es kaum möglich, die Abstandsregelung der Schutzverordnung einzuhalten. Aus diesem Grund bleibt der Spieker weiterhin geschlossen.

Doch die Herscheider Heimatfreunde sind in diesen außergewöhnlichen Zeiten keinesfalls in einen Dornröschenschlaf gefallen. Stattdessen nutzen die Vorstandsmitglieder die Zeit der Schließung für verschiedene Arbeiten. So wurden in der vergangenen Woche in den Kellerräumen zusätzlich zwei feuerfeste Stahlschränke aufgestellt, in denen Dokumente und Fotos geschützt aufbewahrt werden. 

Dafür musste im Vorfeld einiges um- und ausgeräumt werden. Mittlerweile steht das Einräumen wieder auf dem Plan und das betrifft nicht nur die Kellerräume. In den vergangenen Wochen durften sich die Heimatfreunde über zahlreiche neue Exponate freuen, die zum Teil kistenweise in den Spieker gebracht wurden. 

Die unterschiedlichsten Gegenstände aus alter Zeit werden von den Vorstandsmitgliedern sortiert, wenn nötig gesäubert und eingeräumt. Neben Spielzeug, Haushaltsgeräten und Werkzeug befinden sich dabei auch Erinnerungsstücke aus zwei ehemaligen Herscheider Betrieben. 

Von der ältesten deutschen Stiel- und Holzbearbeitungsfabrik Paul Schulte zu Verse können Besucher demnächst neben einer Kornschaufel auch eine Anzahl interessanter Firmenstempel betrachten. Interessant dabei, dass neben dem Firmennamen und der Adresse auch die Produkte – unter anderem Skier und Schlitten – auf Dokumente gestempelt wurden. 

Aus der ältesten deutschen Stiel-und Holzbearbeitungsfabrik Paul Schulte zu Verse, stammen diese Stempel.

Auch von der Herscheider Firma Presswerk bleiben nun einige Gegenstände im Heimathaus für die Nachwelt erhalten. Da das Firmengebäude aktuell abgerissen wird, hatte der Heimatverein beim letzten Öffnungstag gefragt, wer Produkte des einst größten Arbeitgebers in Herscheid zur Verfügung stellen möchte. Daraufhin hatten sich ein paar Herscheider gemeldet und einige Gebrauchsgegenstände aus der Produktion des Presswerkes beim Heimatverein abgegeben. 

An die Firma Presswerk erinnert diese Expoanten-Sammlung.

Wann diese neuen Exponate von Besuchern im Spieker bestaunt werden können, ist allerdings noch fraglich und hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Die Vorstandsmitglieder, die sich aktuell an der Gestaltung des Kalenders „Herscheider Erinnerungen“ beteiligen und die diesjährige Ausstellung in der Sparkasse vorbereiten, werden über einen Termin früh genug informieren.

Dazu nutzt der Verein neben der heimischen Presse verstärkt auch das Internet. Mit der eigenen Homepage (www.ghv-herscheid.de), einem Newsletter und einer Facebookseite informiert der Herscheider Geschichts- und Heimatverein nicht nur seine Mitglieder, sondern alle Interessierten über seine Aktivitäten.

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