Absage wegen Corona-Pandemie

Nach ausgefallenem Liedermarsch: Das passiert mit den Spenden der Silvestersänger

Die Silvestersänger Hüinghausen um ihren Gruppensprecher Nikolai Frunzke (rechts) - hier bei eine Besprechung in den Vorjahren - mussten auf ihren Liedermarsch durchs Dorf verzichten.
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Die Silvestersänger Hüinghausen um ihren Gruppensprecher Nikolai Frunzke (rechts) - hier bei eine Besprechung in den Vorjahren - mussten auf ihren Liedermarsch durchs Dorf verzichten.

„Das alte Jahr vergangen ist“, dieses vertraute Lied erklang am letzten Tag in 2020 in Hüinghausen nicht. Die Silvestersänger haben sich schweren Herzens dazu durchgerungen, ihren beliebten Brauch abzusagen – wegen der Corona-Pandemie.

Herscheid - Die virtuelle Vorbesprechung (via Internet) war lebendig: Lange besprachen die Hüinghauser Männer mögliche Alternativen zu dem gemeinsamen Liedermarsch durch die Nachbarschaft. Sämtliche Ideen waren letztlich aus rechtlichen Gründen nicht umsetzbar. So blieb Gruppensprecher Nikolai Frunzke nichts anderes übrig, als die Veranstaltung, die seit vielen Jahrzehnten Bestand hat, komplett abzusagen.

Eine Entscheidung, die die Sänger doppelt bedauern. Zum einen ist das Silvestersingen in Hüinghausen fester Bestandteil der Nachbarschaftspflege. Den Gang durchs Dorf verbinden die Sänger stets mit einer Spendensammlung. Auch das war leider nicht möglich.

Das bei der letzten Aktion ersungene Geld konnte in diesem Advent nicht verteilt werden und verbleibt zunächst auf dem Konto der Sänger. Wie Nikolai Frunzke erklärt, könne man somit reagieren, wenn im Ort ein Notfall auftrete; so wurde in der Vergangenheit zum Beispiel eine Familie unterstützt, deren Haus gebrannt hatte.

Außerdem unterstützten die Silvestersänger mit ihren Spenden stets Jugendeinrichtungen vor Ort, wie den Kindergarten und die Grundschule. Ob und in welchem Maß dies ohne das Singen am Silvesterabend geschehen wird, darüber wollen die Männer zu gegebener Zeit beraten. 

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