Verzögerungen bei Förderverfahren

Kommunen müssen sich gedulden: Manager für Klimaschutz fängt erst im Herbst an

Mit sämtlichen Fragen des Klimaschutzes soll sich der neu Mitarbeiter befassen, den die Gemeinde Herscheid und die Stadt Neuenrade einstellen wollen.
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Mit sämtlichen Fragen des Klimaschutzes soll sich der neue Mitarbeiter befassen, den die Gemeinde Herscheid und die Stadt Neuenrade einstellen wollen.

Aufgrund der Vielschichtigkeit und der Brisanz der Aufgaben würden die Gemeinde Herscheid und die Stadt Neuenrade lieber heute als morgen zusammen einen Klimaschutzmanager einstellen. Doch die Kommunen müssen sich gedulden: Das Verfahren verzögert sich. 

Herscheid - In der gemeinsamen Stellenausschreibung war der 1. Juli als Startdatum festgelegt. Dieses muss allerdings korrigiert werden. Grund: Mit dem notwendigen Förderbescheid sei frühestens im August zu rechnen, hat Herscheids Fachbereichsleiterin Bärbel Sauerland im Gesprächen mit dem Projektträger Jülich erfahren.

Die eingereichten Förderunterlagen der beiden Partner-Kommunen seien zwar komplett und die Aussichten auf einen positiven Bescheid gut. Aber weil zurzeit viele Kommunen eine Förderung für einen Klimaschutzmanager beantragt haben, scheint eine zeitnahe Bearbeitung aller Anträge nicht möglich zu sein.

Start am 1. September?

Erst wenn die Förderung unter Dach und Fach ist, könne das Projekt starten. Warten ist daher angesagt. Vermutlich könne der neue Mitarbeiter, der zur Hälfte in Herscheid und zur Hälfte in Neuenrade tätig sein wird, erst zum 1. September seinen Dienst antreten, bedauert Bärbel Sauerland: „Wir hätten uns natürlich einen früheren Zeitpunkt gewünscht.“

Erfreulich sei hingegen die große Zahl der eingegangenen Bewerbungen: Leute aus der näheren Umgebung und von weiter weg haben ihre Unterlagen eingereicht. Ebenso unterschiedlich wie die Altersspanne der Bewerber seien deren Qualifikationen: Personen mit soeben erst abgeschlossenem Betriebswirtschaftsstudium haben ihren Hut in den Ring geworfen, aber auch Umwelttechniker und Biowissenschaftler mit zum Teil längerer Berufserfahrung.

Gespräche stehen an

Diese breite Bewerberschaft sei ein positives Zeichen, betonte Bürgermeister Uwe Schmalenbach in der Sitzung des Umweltausschusses am Dienstag. Er schlussfolgerte: Trotz der Vielzahl der Stellen auf dem Markt konnten Herscheid und Neuenrade punkten. Dies liege nicht nur an der reizvollen Aufgabe, sondern auch an der langfristigen Perspektive. Herscheids Bürgermeister geht davon aus, dass die Kooperation über den Förderzeitraum (drei Jahre) hinaus fortgesetzt werde.

Im nächsten Schritt werden sich Delegationen der beiden Kommunen in der vierten Juni-Woche zusammensetzen, um die Bewerbungen zu sichten und eine Auswahl zu treffen, ehe dann zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden kann.

Lange Aufgabenliste

Der neue Mitarbeiter habe durch das unter Mitwirkung der Bürger erarbeitete Klimaschutzkonzept einen klaren Arbeitsauftrag, betonte der Bürgermeister. Ziel ist es, dass der neue Mitarbeiter die im Konzept beschriebenen Projekte mit Leben füllt, unter aktiver Einbindung der Bevölkerung.

Weil die Aufgabenliste lang sei, hofft Herscheids Bürgermeister, dass keine weiteren Verzögerungen auftreten: „Hoffentlich können wir dann bei der nächsten Sitzung des Umweltausschusses im Spätherbst ein neues Mitglied begrüßen.“ 

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