Nicht der erste Vorfall dieser Art im Spieker-Umfeld

Müll, Beschädigungen, besudelte Toilette: Nächtliche Besucher richten Chaos an

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Der schwere Bremsstein wurde als Erinnerung an die letzte Bahnfahrt des Herscheiders vor dem Spieker aufgestellt. Die ungebetenen Gäste stießen ihn achtlos um.

Herscheid – Der Spieker zieht in den Abend- und Nachtstunden immer wieder ungebetene Besucher an. Nach Einbruch der Dunkelheit entpuppt sich der Platz als Treffpunkt für trinkfreudige Personen.

Darauf lässt zumindest die große Anzahl von geleerten Flaschen schließen, die die Mitglieder des Geschichts- und Heimatvereins in unschöner Regelmäßigkeit auf dem Vorplatz aufsammeln und anschließend beseitigen müssen. Bei einem der letzten Saufgelage haben Unbekannte nicht nur massenhaft Müll und Zigarettenstummel hinterlassen und den Putz des Heimathauses besudelt. 

Sie ließen auch ihrer anscheinend überschüssigen Energie auf fragwürdige Weise freien Lauf: So stießen sie einen schweren Bremsstein um, der als Erinnerung an die letzte Bahnfahrt des Herscheiders in die Nachbarstadt Plettenberg in einer kleinen Nische neben dem Durchgang des Spiekers aufgestellt worden war. 

An diesem Stein war eine Kette befestigt, die Besucher von einer an der Wand befestigten alten Egge sowie einen Pflug fernhalten sollte. Die landwirtschaftlichen Geräte blieben unversehrt, die Kette hingegen ist hinüber. Sie muss nun ersetzt werden. Ob und wie der Bremsstein wieder aufgerichtet wird, darüber wollen die Heimatfreunde kurzfristig beraten. 

Die unbekannten Besucher tobten sich nicht nur vor dem Spieker aus, sondern hinterließen auch unübersehbare Spuren in der öffentlichen Toilette, die im Kellerbereich des Spiekers zu finden ist. Bei einem regelmäßigen Kontrollgang entdeckte ein Bauamtsmitarbeiter ein Chaos: Beschmierte Wände, eine mit Papier zugestopfte Toilette, übergelaufenes Wasser. 

Die Anlage war vorübergehend nicht mehr nutzbar, wurde aber inzwischen von der Firma Widi gereinigt. Auch bei diesem Chaos handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Bereits Ende Juni hatten Unbekannte für ein ähnliches Bild der Verwüstung gesorgt.

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