Finanzierung von Activpanels aus dem Digitalpakt Schule

Monitore für die Klassenräume: Die Kreidezeit endet

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Blick aus Richtung Turnhalle auf die Baustelle Bildungszentrum: Links der Neubau, der unter anderem Aula und Mensa beinhaltet. Mittig entsteht der Haupteingang; rechts davon werden die Unterrichtsräume vorbereitet.

Herscheid – Dass digitale Hilfsmittel für den Schulalltag unabdingbar sind, das hat die Zeit des Corona-Lockdowns deutlich gezeigt. Auch deshalb setzt die Gemeinde Herscheid bei der Ausrüstung des Bildungszentrums Rahlenberg auf moderne Technik; Aber wie sieht die aus?

Fakt ist: Die Zeit von Kreidetafeln an den heimischen Grundschulen wird spätestens nach den großen Ferien 2021 endgültig vorbei sein – darauf haben sich die Lehrer verständigt. Lange Zeit galt das Whiteboard als optimaler Tafel-Ersatz für das Bildungszentrum. Dabei handelt es sich um Projektionsflächen, die mit Hilfe von Beamern digital nutzbar werden und mit speziellen Stiften beschrieben werden können. Sie sind in der Grundschule Hüinghausen Bestandteil des Unterrichts und dort erprobt. 

Doch auch von dieser Lösung hat man sich in Herscheid inzwischen verabschiedet. Die Technik sei inzwischen weiterentwickelt und biete bessere Nutzungsoptionen – zum Beispiel die Activpanels. Diese Monitore in Tafelgröße (und damit 86 Zoll groß) kommen ohne Beamer aus und bieten, wie es Heike Zilinski, die Leiterin der beiden Herscheider Grundschul-Standorte sagt, viele Vorteile.

Die Steuerungsgruppe der Herscheider Grundschulen hat sich solche Activpanels in der Praxis angeschaut, war dafür unter anderem in der Lüdenscheider Grundschule Wefelshohl. Heike Zilinski nennt exemplarisch als Vorteile die bessere Erkennbarkeit (weniger lichtanfällig) und die Speichermöglichkeiten, sodass digitale Unterrichtsinhalte von den Lehrern daheim vorbereitet werden können. 

Andersherum kann auch das, was die Schüler auf die Boards schreiben, gesichert werden und beim nächsten Unterricht wieder auf den Monitor projiziert werden. Zettel mit der Aufschrift „Bitte die Tafel nicht wischen“ bedarf es somit zukünftig nicht mehr. 

Voraussetzung dafür, dass die moderne Technik im Bildungszentrum genutzt werden kann, ist eine entsprechende Breitbandversorgung. Wie Bürgermeister Uwe Schmalenbach erklärt, sollen Glasfaserkabel bis zu jeder Etage gelegt werden; die Anbindung an die Klassenräume erfolgt über Kupferleitungen. Dies habe zur Folge, dass im Unterricht 30 Schüler gleichzeitig an Laptops arbeiten können und dabei kabellosen Zugriff auf Netzverbindungen und Internet haben. 

Die Kosten für die technische Ausrüstung liegen vermutlich im unteren bis mittleren fünfstelligen Eurobereich. Die Gemeinde wartet zurzeit auf Angebote der Hersteller. Der Bürgermeister rechnet mit rund 4 500 Euro pro Activpanel; jeder Klassenraum soll mit einem solchen Gerät ausgestattet werden. Die Finanzierung soll größtenteils über den Digitalpakt Schule der Bundesregierung erfolgen, so Schmalenbach. 

Um den Umgang mit den neuen Tafelmontitoren frühzeitig testen zu können, plant die Gemeinde die Beschaffung eines Exemplares für Anfang des Jahres 2021. Neben der Erprobung in der Praxis seien Schulungen notwendig, damit alle Lehrer zum Unterrichtsstart im Bildungszentrum die Activpanels bedienen können.

So sieht sie aus, die neue Küche im Bildungszentrum. Hier werden ab nächstem Sommer die Mittagessen für Herscheids Grundschüler ausgeteilt. 

Der Baufortschritt am Rahlenberg ist indes unverkennbar: Zurzeit werden die ehemaligen Klassenzimmer der Hauptschule zu den neuen Unterrichtsräumen des Bildungszentrums umgebaut; parallel entsteht der neue Haupteingang, der von links kommend über eine Treppe und von rechts über eine Rampe erreichbar ist. In der Aula ist inzwischen der Fußboden verlegt worden; die Technik für die Bühne fehlt noch. Nahezu nutzungsbereit ist die Küche in der Mensa. In dieser werden allerdings die Speisen für die Schüler nicht zubereitet, sondern nur ausgeteilt; die Mittagessen für die Kinder sollen weiterhin von Schürmanns Landgasthof geliefert werden.

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