Große Wiedersehensfreude nach langer Pause

Mit einem politischen Frühstück dem „Corona-Gefängnis“ entkommen

Endlich wieder gemeinsam frühstücken und genießen: Die 55 angemeldeten Teilnehmer hatten in Schürmanns Landgasthaus viel zu erzählen.
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Endlich wieder gemeinsam frühstücken und genießen: Die 55 angemeldeten Teilnehmer hatten in Schürmanns Landgasthaus viel zu erzählen.

Der Geräuschpegel war beachtlich und prägnant zugleich: Nach mehr als eineinhalbjähriger Pause hatten sich die Besucher einiges zu erzählen. Das 31. politische Frühstück der Senioren-Union Herscheid glich einem fröhlichen Wiedersehen.

Herscheid - Die Begrüßung per Handschlag entfiel zwar. „Bitte kräftig einreiben“, empfahl der Vorsitzende Wolfgang Weyland stattdessen im Eingangsbereich von Schürmanns Landgasthaus den intensiven Gebrauch des dort bereitgestellten Desinfektionsmittels. Mit Mundschutz ging es an die bereits eingedeckten Tische, wo ausgiebig geplauscht wurde.

„Dieser Austausch hat uns sehr gefehlt“, gestand Ulla Hester. Die Pandemie sei für die gesamte Gesellschaft eine Zeit der Entbehrung gewesen. Besonders den Senioren haben die fehlenden Zusammenkünfte zugesetzt. „Wir haben schließlich nicht mehr so viel Lebenszeit“, gab die Herscheiderin zu bedenken.

Keine Tagesausflüge, keine Jahresfreizeit, keine politischen Treffen: „Bei uns im Dorf hat ja gar nichts mehr stattgefunden“, bedauerte Annegret Seifert, langjähriges Vorstandsmitglied der Senioren-Union. Zumindest habe sie telefonisch den Kontakt zu Bekannten aufrecht erhalten. Doch der Verzicht auf persönliche Treffen mit Freunden und Familie sei dadurch nicht ansatzweise zu ersetzen gewesen, betonte Sitznachbar Karl-Heinz Jopke: „Es fühlte sich an, als wären wir eineinhalb Jahre lang eingesperrt gewesen.“

Umso größer sei die Freude gewesen, dass am Dienstag wieder ein politisches Frühstück stattfinden konnte. Berührungsängste gab es nicht; „darüber mache ich mir keine Gedanken“, sagte Jopke und verwies darauf, dass alle 55 Teilnehmer vollständig geimpft seien. Genau das hatte der Vorsitzende Wolfgang Weyland bereits bei der Anmeldung abgefragt.

Dass die Veranstaltung im Nu ausgebucht war und die ersten Besucher bereits eine Dreiviertelstunde vor Beginn eintrafen, verdeutliche, dass die Veranstaltungen der Senioren-Union nicht an Reiz verloren haben. „Und nach der Spargelfahrt im Juni, dem ersten gemeinsamen Ausflug nach der Pause, „haben wir sogar drei neue Mitglieder aufnehmen können“, freute sich Vorsitzender Weyland. Mit 95 Mitgliedern sei man personell gut aufgestellt.

Wolfgang Weyland (rechts) überreichte dem Referenten Florian Müller ein Herscheider Frühstücksbrettchen samt Auflage.

Organisatorisch verwies er auf einige Neuerungen: Weil das Bistro des Seniorenzentrums weiterhin geschlossen ist, zog das Polit-Frühstück erstmals nach Grünenthal um. Dort, auf dem Parkplatz vor Schürmanns Landgasthaus, sei man zwar von einem großen FDP-Wahlplakat begrüßt worden, doch ansonsten hatten die CDU-Senioren nichts zu beanstanden. „Wir sind alle satt geworden“, lachte Weyland.

Und auch der Redner des Vormittags ging nicht mit leeren Händen heim: Nachdem der CDU-Bundestagskandidat Florian Müller sich und seine politischen Ideen vorgestellt hatte, erhielt er ein Herscheider Frühstücksbrettchen samt Auflage. Der Plüsch-Hirsch Spiekus, den die Senioren-Union bislang als Präsent bereithielt, sei nicht mehr im Rathaus erhältlich, bedauerte Weyland. Den letzten Spiekus habe er Anfang 2020 NRW-Ministerin Ina Scharrenbach überreicht – beim letzten Frühstück vor der langen Corona-Pause, die seit Dienstag für die Senioren beendet ist.

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