Häufung von Straftaten: Angeklagter ist geständig

Er lernte es einfach nicht: Mann aus MK immer wieder ohne Führerschein erwischt

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Er lernt es einfach nicht: Mann aus Herscheid mehrfach ohne Führerschein erwischt (Symbolbild)

Herscheid – Eine emotionale Berg- und Talfahrt erlebte ein 38-jähriger Herscheider im Amtsgericht Plettenberg: Er zeigte sich zwar geständig und akzeptierte die gegen ihn verhängte Geldstrafe. Die komplette Schuld wollte er jedoch nicht auf sich nehmen.

Zwischen dem 21. November und dem 31. Dezember 2018 hatte der junge Mann in verschiedenen Orten mehrfach Kontakt zur Polizei. Auf der Bundesstraße 236 bei Plettenberg-Brüninghausen, an einer Werdohler Tankstelle, auf der Kölner Straße in Gummersbach, auf einem Aldi-Parkplatz in Kierspe – stets konnte der Herscheider keinen Führerschein vorzeigen. Kein Wunder, hatte er diesen doch bereits im Frühjahr des selben Jahres abgeben müssen. 

Doch damit nicht genug: Sein schwarzer Wagen hatte stets unterschiedliche Kennzeichen, dafür aber keinen gültigen Versicherungsschutz, wie die Polizei bei ihren Kontrollen feststellte. Zudem wurden dem Mann Urkundenfälschung und der Besitz von Amphetamin nachgewiesen; die Drogen wurden in einem Fall in seinem Auto und in einem weiteren Fall in seiner Herscheider Wohnung sichergestellt. 

Unterschiedliche Kennzeichen, Drogen im Auto

Die in der Anklageschrift vorgelesenen Punkte quittierte der junge Mann mal kopfnickend andächtig, mal impulsiv diskutierend; stets räumte er die Straftaten aber ein. Wohl zum eigenen Schutz warf er der Polizei mangelnde Fürsorge vor: „Ich sage nicht, dass ich unschuldig bin. Aber mir wurde der Autoschlüssel immer wiedergegeben.“ 

Dass er geständig und bis dato strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten war, rechnete ihm der Vorsitzende Richter Dr. Schlöter bei seiner Urteilsfindung an. Mit seinem Urteil blieb er leicht unter dem von der Staatsanwältin geforderten Strafmaß: Der Herscheider muss 80 Tagessätze zu jeweils 15 Euro (insgesamt 1 200 Euro) zahlen und wird zudem mit einer zweijährigen Führerschein-Sperrfrist belegt. 

Zudem muss er die Kosten des Verfahrens tragen: Unter anderem waren sieben Zeugen erschienen, die nach einer Stunde des Wartens und ohne eine Aussage zu tätigen wieder das Gerichtsgebäude verlassen konnten. Für ihren Verdienstausfall und etwaige Fahrtkosten muss nun ebenfalls der 38-Jährige aufkommen.

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