Luftreiniger

Neuheit im Kampf gegen Corona: Damit will Mann aus MK die Pandemie in den Griff bekommen

Desinfizieren und permanentes Lüften: Diese Aufgaben entfallen für Mike Schirmer in seiner Crossfit-Box demnächst. Sobald diese wieder für die Sportler öffnen darf, wird das Lüftungsgerät Frida diese Aufgaben übernehmen.
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Desinfizieren und permanentes Lüften: Diese Aufgaben entfallen für Mike Schirmer in seiner Crossfit-Box demnächst. Sobald diese wieder für die Sportler öffnen darf, wird das Lüftungsgerät Frida diese Aufgaben übernehmen.

Mit einer neuen Gerätschaft will ein Mann aus dem MK der Corona-Pandemie die Stirn bieten. Es handelt sich um einen Luftreiniger, der nicht nur Flächen, sondern auch Aerosole desinfiziert.

Herscheid - Desinfizieren im mühsamen und vor allem zeitraubenden Handbetrieb: Mike Schirmer holt einen Kanister aus der Ecke, tränkt einen Lappen und wischt damit Sportgeräte, Stuhllehnen und Tresen ab. „Das muss doch auch einfacher gehen“, murmelt der Herscheider, dessen Fitnessstudio wegen Corona vorerst auf Besucher verzichten muss.

Den Sportlern will Schirmer, sobald es die Pandemie wieder zulässt, ein Plus an Sicherheit bieten – und nach intensiver Recherche hat er dafür eine Lösung gefunden: Er setzt auf ein neuartiges Gerät, das rein optisch unweigerlich an einen Computer erinnert. Doch die Funktionsweise ist gänzlich anders als die eines PC, was bereits anhand des Namens zu erahnen ist: Frida, diese Abkürzung steht für Frisch desinfizierte Atemluft. Das Gerät sorgt gleichzeitig auch für desinfizierte Oberflächen – eine Kombination, die es in dieser Form bislang nicht gibt.

„Virushaltige Aerosole in der Luft und auf Flächen werden damit eliminiert“, erzählt Mike Schirmer, weshalb das Gerät für die Gastronomie, Schulen, Kitas, Banken, Betriebe und Einzelhandelsgeschäfte interessant sein dürfte. Auch in seiner Einrichtung soll Frida für saubere Luft sorgen: Schirmer wagte im letzten Jahr vor Ort den Schritt in die Selbstständigkeit, baute das einstige Ofenhaus Am Mühlenweg (schräg gegenüber des Raiffeisenmarktes) um zu einer Sporthalle, bewusst im Firmenambiente. Doch seine Crossfit-Box, in der Sportler mit- und gegeneinander Kraft und Kondition tanken sollen, hatte zwischen den Lockdowns nur wenige Wochen geöffnet und muss seit dem Herbst geschlossen bleiben.

In der Zwischenzeit begab sich der Herscheider auf die Suche nach einem Konzept für den möglichen zukünftigen Betrieb seiner Einrichtung. „Wir machen uns doch insgeheim alle Gedanken darüber, wie unser Leben nach der Pandemie aussehen könnte“, erzählt Schirmer. Er ist davon überzeugt, dass neben der Impfstrategie auch technische Neuerungen dabei helfen werden, mehr Normalität genießen zu können. Neuerungen, zu denen auch Frida zählt.

65 Zentimeter groß, 30 Kilogramm schwer – so sieht Frida aus.

„Das Produkt gibt es zwar erst seit Anfang diesen Jahres, die Nachfrage ist aber bereits riesig“, erzählt Schirmer, der derart überzeugt von dem Konzept ist, dass er als Vertriebspartner in die Vermarktung eingestiegen ist. Aus den bisherigen Gesprächen mit potenziellen Käufern in der heimischen Region weiß er, dass die Kosten des Filtergerätes (3 290 Euro, plus Mehrwertsteuer) abschreckend wirken können. Doch der Herscheider verweist auf verschiedene finanzielle Hilfsmöglichkeiten: So gebe es – zunächst bis Juni befristet – Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die Anspruch auf die Corona-Überbrückungshilfe III haben; hier sei eine staatliche Förderung von bis zu 100 Prozent möglich.

Weil das Gerät neu und deswegen vielerorts unbekannt ist, muss Mike Schirmer zurzeit viel Aufklärungsarbeit leisten. Diese scheint aber zu fruchten: Einer ersten Herscheider Gastwirtin sowie Gewerbetreibenden aus Lüdenscheid habe er bereits Geräte vermitteln können, erzählt Mike Schirmer, der nicht allein aus wirtschaftlichem Interesse hofft, dass möglichst viele Interessenten nachziehen, denn: „Frida kann dazu beitragen, die Pandemie in den Griff zu bekommen“, dessen ist sich der Herscheider sicher.

Wer mehr über den neuen Raumluftfilter erfahren möchte, der kann Mike Schirmer anrufen unter der Nummer (01 73) 8 67 26 14 oder ihm eine Mail schicken an die Adresse vertrieb@crossfit-sauerland.com.

Technik und Anwendung: So funktioniert Frida

Was kann das 65 Zentimeter hohe und circa 30 Kilogramm schwere Gerät der Herstellerfirma Suritec, was andere Raumluftfilter nicht können? Es funktioniert wie ein normaler Raumluftfilter, was bedeutet, dass Luft durch einen Industrie-Ventilator angesaugt wird. Im sogenannten Hepa-Filter werden Schwebstoffe zu 99,995 Prozent abgeschieden. Die gereinigte Luft verlässt den Filter, Viren und Bakterien werden mit UV-C-Licht behandelt und deaktiviert. Im nächsten Schritt wird die desinfizierte Luft mit Diomix versetzt – einer Flüssigkeit, die auf Chlordioxid basiert und hochwirksam gegen Bakterien und Viren ist. Die so behandelte Luft wird in den Raum verdüst, setzt sich auf den Oberflächen aller Gegenstände ab und desinfiziert diese automatisch. Ausgelegt ist Frida für Räume bis 100 Quadratmeter Größe. Der Betrieb erfolgt in vier verschiedenen Modi. In der höchsten Stufe, dem Power-Modus, erreiche das Gerät eine Lautstärke von bis zu 70 Dezibel. Dieser Modus bietet sich für den Einsatz über Nacht an, dann könne zum Beispiel ein Klassenraum komplett desinfiziert werden. Tagsüber könne das Gerät entweder teilweise abgeschaltet oder im leisen Modus mit der Geräuschkulisse, die mit einem Kühlschrank vergleichbar ist, betrieben werden.    Axel Meyrich

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