Corona-Zwangspause ist vorbei

Auswählen, anprobieren, kaufen: Kunden freuen sich über Wiedereröffnung dieses Schuhgeschäfts

Die erste Kundenberatung im Schuhhaus Schöttler nach der fast dreimonatigen Corona-Schließung: Melina und ihre Mutter Sandra Gabrelas hatten sich
 am Montag den 9-Uhr-Termin bei Karin Schröder (links) gesichert.
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Die erste Kundenberatung im Schuhhaus Schöttler nach der fast dreimonatigen Corona-Schließung: Melina und ihre Mutter Sandra Gabrelas hatten sich am Montag den 9-Uhr-Termin bei Karin Schröder (links) gesichert.

Passend zum ausklingenden Winter kaufte Sandra Gabrelas am Montagmorgen Frühjahrsschuhe für ihre Kinder. Nicht etwa im Internet, sondern direkt im Geschäft. Sie und ihre Tochter Melina waren die ersten Kundinnen, die einen Termin im Schuhhaus Schöttler wahrnehmen konnten – damit endet für das Geschäft im Ortskern eine fast dreimonatige Coronaschutz-Schließung.

Herscheid - „Sicherer kann ein Einkauf doch gar nicht sein“, sagte die Herscheiderin. Nach erfolgter Terminabsprache durchstöberten sie und ihre Tochter – beide trugen dabei Masken – fast 20 Minuten die Regale; andere Kunden hatten in dieser Zeit keinen Zutritt. Inhaberin Karin Schröder, die eine FFP 2-Maske trug, beriet die Kundinnen, holte auf Wunsch weitere Schuhe herbei und freute sich sichtlich darüber, dass „es endlich wieder losgeht“.

Mitte Dezember musste sie ihr Geschäft für Kundenbesuche schließen, so verlangte es die Corona-Schutzverordnung. Seither bot sie AußerHaus-Verkauf an. Kunden konnten am Schaufenster Schuhe ihrer Wahl per Fingerzeig aussuchen, durften diese mit nach Hause nehmen und dort anprobieren. „Das hat gut geklappt“, lobt die Händlerin die Disziplin ihrer Kundschaft.

Finanziell sei diese Notlösung jedoch nicht annähernd so ergiebig gewesen, wie der normale Verkauf im Geschäft. Außerdem sei der Aufwand größer gewesen. Daher freut sich die Inhaberin über die Lockerung und die Möglichkeit der Wiedereröffnung. Den entscheidenden Anruf der Verwaltung, dass sie wieder öffnen kann, erhielt Karin Schröder am Freitagabend. Die in den vergangenen Tagen eingetroffene Ware musste dann in die Regale sortiert werden; die Schaufenstergestaltung war bereits im Laufe der Vorwoche angepasst worden.

Ich unterstütze lieber die kleinen Betriebe vor Ort, als online zu bestellen.

Kundin Sandra Gabrelas

Halbstündlich oder viertelstündlich? Wir testen noch, wie wir die Termine takten.

Inhaberin Karin Schröder

Fantastisch! Endlich kommt wieder etwas mehr Leben in die Geschäfte!

Kundin Doris Seydich

Zu einem der häufigsten Arbeitsgeräte im Schuhhaus hat sich das Telefon entwickelt. Immer wieder melden sich Kunden, vereinbaren Termine, erkundigen sich nach Besuchsmöglichkeiten. Auch die Inhaberin muss sich noch an die neue Situation gewöhnen: „Halbstündlich oder viertelstündlich? Wir testen noch, wie wir die Termine takten“, erzählt sie.

Die Kunden am Montagmorgen waren jedenfalls hocherfreut: „Fantastisch! Endlich kommt wieder etwas mehr Leben in die Geschäfte“, sagte Doris Seydich, die um 9.30 Uhr das Schuhhaus betrat. Zu diesem Zeitpunkt waren Sandra Gabrelas und ihre Tochter bereits wieder auf dem Heimweg – froh, dass sich das Warten auf die Wiedereröffnung gelohnt hat: „Ich unterstütze lieber die kleinen Betriebe vor Ort, als online zu bestellen“, sagte die Premieren-Kundin.

Nach dem Auftakt hofft Inhaberin Karin Schröder, dass sie ihr Geschäft nicht bald wieder wegen einer veränderten Verordnung schließen muss. „Wir brauchen jetzt einfach Planungssicherheit.“

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