Bürgermeister betont: Großteil der Bürger ist mit dem Bauhof zufrieden gewesen

Kritik am Winterdienst zurückgewiesen

Im Winterdienst erprobt, doch nun blüht dem Fendt 412 nach
zehn Jahren im Dienst des Bauhofes ein Ortswechel: Der
Trecker soll verkauft werden.
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Im Winterdienst erprobt, doch nun blüht dem Fendt 412 nach zehn Jahren im Dienst des Bauhofes ein Ortswechel: Der Trecker soll verkauft werden.

Schnee und Eis über mehrere Tage auf den Gemeindestraßen – damit kam ein Großteil der Bürger gut zurecht. Einige Herscheider beschwerten sich vorrangig im Internet über den Winterdienst. Diese Kritik wurde im Bauhofausschuss als überzogen zurückgewiesen.

Herscheid - Dirk Voss (CDU) bedankte sich bei den Bauhof-Mitarbeitern für deren unermüdlichen Einsatz in einer „wilden Woche“. Die Wortwahl der Internet-Nörgler missfiel Frank Pierskalla (SPD), zumal es sich dabei vermutlich um die Personen handele, die es selbst nicht für nötig halten, vor der eigenen Haustür Schnee zu schieben. Und Klaus Prinz (CDU) wunderte sich, dass vom Winterdienst stellenweise zu schnell Schnee geschoben wurde: „Auf geraden Straßen kann man wunderbar auf einer Schneedecke fahren.“

Bauhof-Vorarbeiter Thomas Deitmerg reichte das Lob an seine Mannschaft weiter, die je nach Wetterlage rund um die Uhr im Einsatz gewesen sei. An den Hauptstrecken habe man die Lage stets schnell im Griff gehabt, mit mancher Nebenstraße „sind auch wir nicht immer ganz zufrieden gewesen“, gestand Deitmerg.

Bürgermeister Uwe Schmalenbach wollte die aufgekommene Kritik nicht zu hoch aufhängen. Er gab zu bedenken, dass viele Bürger nur dann anrufen, wenn sie sich beschweren wollen und nicht um zu loben. Wenn also geschätzt 50 Menschen Kritik geäußert hätten, dann wären die anderen knapp 6 950 Herscheider zufrieden und das sei eine sehr gute Bilanz.

Bewährt habe sich – und das nicht nur im Winterdienst – die Schlepper-Strategie des Bauhofs. Vor zehn Jahren wurde mit dem Fendt 412 der erste Trecker angeschafft, weitere folgten. Als günstigere Alternative zu Unimog und Lastwagen habe man zunächst noch Zweifel an der Effektivität gehabt. Unbegründet, wie Thomas Deitmerg aus heutiger Sicht feststellen kann: „Wir sind immer wieder überrascht, wie gut die Fahrzeuge sind.“

Sie seien nicht nur vielseitig einsetzbar und kaum reparaturanfällig, sondern haben auch einen vergleichsweise niedrigen Verbrauch. Daher will die Gemeinde weiter auf Trecker setzen: Um die Ausfallwahrscheinlichkeit gering zu halten, soll besagter Fendt 412 in diesem Jahr verkauft und durch einen neuen Schlepper ersetzt werden. „Das ist für uns der richtige Weg“, betonte Thomas Deitmerg.

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