Förderung für Millionenprojekt

Kosten für Sanierung der Herscheider Gemeinschaftshalle werden zu 100 Prozent vom Land übernommen

Besonders im Kellerbereich der Gemeinschaftshalle gebe es viel zu tun.
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Besonders im Kellerbereich der Gemeinschaftshalle gebe es viel zu tun.

Der Schützenverein Herscheid plant ab Sommer gemeinsam mit der Gemeinde den großen Umbau der Herscheider Gemeinschaftshalle. Das Land NRW übernimmt 100 Prozent der veranschlagten Kosten von 2,71 Millionen Euro. Aber: Nicht alle Umbaumaßnahmen unterliegen der Umbauförderung.

Herscheid – Vor allem ein großer Teil des neuen Bereiches für den Schützenverein müssten die Mitglieder durch Eigenleistung oder einen finanziellen Eigenanteil stemmen. „Wir bauen den kompletten Kellertrakt um, mit einer entsprechenden Heizungsanlage, Belüftung, einer modernen Schießanlage für mindestens acht Schützen, sowie Aufenthaltsräume für Mitglieder, Schützen und Gäste“, so Volker Halbhuber, zweiter Vorsitzender der Herscheider Schützen.

Laut dem Umbauplan des Architektenbüros umfassen allein die Umbaumaßnahmen im neuen Bereich der Schützen Kosten in Höhe von über 110 000 Euro. „Wir können zwar einige Kosten in den Hallenumbau einbringen, aber gerade was Interieur und Technik betrifft, so sind wir froh, dass wir hier zusätzlich die Unterstützung durch das Förderprogramm ‘Moderne Sportstätte 2022’ haben“, erklärt Halbhuber. Gerade bei Schießstätten verstünden Sachverständige und Behörden keinen Spaß.

Neuer Schießstand

„Gerade hier ist es für uns wichtig, einen Schießstand zu bauen, der nicht in wenigen Jahren wieder an neue Anforderungen angepasst werden muss. Wir bauen den kompletten Schießstättenbereich neu und das für viele Jahre, wo wir nicht auf neue Schießstandverordnungen schauen und basteln müssen, sondern uns ohne Gedanken auf unseren Sport konzentrieren können“, so Halbhuber.

Neben dem neuen Schießstand müssten im Vereinstrakt aber auch ausreichend Gesellschaftsräume geschaffen werden, denn neben den Sportschützen sollen auch die Bogenschützen und die Züge ihre Flächen bekommen, um dort ihre Schießabende durchführen zu können. So gibt es zudem Räume für die Jugend und andere Vereinsabteilungen. Dafür sind Sanitäranlagen notwendig, aber vor allem auch Mobiliar. „Wichtig ist, dass wir mit geringen Mitteln die Räume gut beheizt und belüftet bekommen, nicht wie jetzt, wo wir ohne Heizung beim Schießen auf der Empore im Sommer schwitzen und trotz Heizung im Winter nicht sportgerechte Bedingungen auf dem Schießstand haben. Dafür nutzen wir die Fördermittel aus dem Sportstättenfördertopf“.

Die Schützen wüssten, dass das Jahr 2020 für sie das Jahr war, wo sämtliche Träume in Erfüllung gegangen seien – zumindest was die Gemeinschaftshalle betrifft. Man hoffe nach dem harten Jahr, dass alle Vereine der Gemeinde gesellschaftlich und sportlich stark in Mitleidenschaft gezogen habe, in 2021 wieder ein richtiges Vereinsleben in Herscheid zu haben – mit Clubabenden, Sport, Stammtischen und Freizeitaktivitäten.

„Wir Schützen bauen stark auf eine gewisse Normalität im Vereinswesen, denn wir bauen auf die Hilfe unserer Mitglieder bei den vielen Aufgaben, die uns 2021 und 2022 bevorstehen“, hofft Halbhuber.

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