Näher an den Kunden rücken - aber mit dem gebotenen Abstand

Landhaus „bekämpft“ mit einem Imbisswagen die einsetzende Abhol-Lethargie

Gutbürgerlich unterwegs ist seit einigen Wochen Magdalena Kowal vom Landhaus Stottmert. Doch einen Verkaufsplatz zu finden, ist leider nicht so einfach.
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Gutbürgerlich unterwegs ist seit einigen Wochen Magdalena Kowal vom Landhaus Stottmert. Doch einen Verkaufsplatz zu finden, ist leider nicht so einfach.

„Gutbürgerlich unterwegs“ ist seit einigen Wochen Magdalena Kowal vom Landhaus Stottmert. Statt weiterhin auf einen reinen Abholservice in ihrem coronabedingt geschlossenen Landhaus zu setzen, sucht sie nun mit einem Imbisswagen wechselnde Stellen im Gemeindegebiet auf. Es funktioniert gut, sagt sie in einem ersten Zwischenfazit. Ein Problem sei allerdings, passende Stellen zu finden.

Herscheid - Bisher steht der Imbisswagen an jedem ersten Wochenende samstags und sonntags in Schleifkotten in der Nähe von Reblin zwischen Daum und Kiesbert. „Dabei haben wir eine sehr gute Resonanz erhalten und man hat uns gebeten, doch unbedingt wiederzukommen“, berichtet Kowal, die an ihrem kleinen mobilen Verkaufsstand Brat- und Currywurst, Pommes, Schnitzel, Gulaschsuppe, Waffeln am Stil und verschiedene Torten anbietet.

Dennoch würde sie wieder sehr gerne die Gastronomie für Gäste öffnen. „Wir merken, dass die Menschen es langsam leid sind, sich ihr Essen abzuholen und zu Hause essen zu müssen. Die Menschen wollen ins Restaurant zum Essen, Trinken und Sitzen, um sich zu unterhalten. Der Abholservice ist rückläufig“, so Kowal, die den weiterhin bestehenden Abholservice nun um den Foodtruck ergänzt, wenngleich der mobile Stand in der Regel nur von 12 bis 16 Uhr an seinen Standorten verweilt. „Manchmal bleiben wir auch etwas länger, wenn Vorbestellungen vorliegen oder der Besuch sehr groß ist.“

An jedem zweiten Wochenende steht der Imbiss zukünftig in Rärin am Feuerwehrhaus, ebenfalls von 12 bis 16 Uhr. Ab dem 3. Mai bietet Kowal zudem jeden Montag von 12 bis 18 Uhr am Hallenplatz ihre Speisen an. „Montags haben alle Restaurants und Imbissläden in Herscheid geschlossen. Da sind wir für niemanden Konkurrenz und nehmen niemandem Umsatz weg“, nimmt Kowal auf die Gaststätten vor Ort Rücksicht.

Für das dritte und vierte Wochenende ist das Team aus Stottmert noch auf der Suche nach weiteren Standorten in Herscheid. Und diese Standorte zu finden, ist gar nicht so einfach, denn Kowal kann nicht auf jedem Parkplatz einfach haltmachen, auch wenn sie ihre eigene Energieversorgung hat.

Wir merken, dass die Menschen es langsam leid sind, sich ihr Essen abzuholen und zu Hause essen zu müssen. Die Menschen wollen ins Restaurant zum Essen, Trinken und Sitzen, um sich zu unterhalten.

Magdalena Kowal, Inhaberin des Landhauses Stottmert

„Eigentlich waren wir uns schon mit der Gemeinde Herscheid und dem zuständigen Forstamt über einen Standort an der Nordhelle einig. Doch im letzten Moment platzte der Vertrag, da wir nicht auf Flächen stehen dürfen, die dem Landschafts- und Naturschutz unterliegen“, erläutert Kowal die Standortproblematik.

Der Foodtruck ist aber nicht nur in Corona-Zeiten unterwegs. „Den Wagen hatte ich schon länger in Planung. So ist es für uns einfacher, auf Weihnachtsmärkten oder anderen Märkten zu stehen“, so Kowal, die sonst auf einen Anhänger hätte zurückgreifen müssen, was sich kostenmäßig aber nicht gelohnt hätte.

Der größte Wunsch ist und bleibt, dass es wieder in Stottmert mit Besuch losgeht. „Wir haben so viel in Hygiene und die Einhaltung der Vorschriften investiert. Sogar eine besondere Luftreinigungsanlage haben wir mittlerweile installiert, um es allen Gästen und Mitarbeitern so angenehm wie möglich zu machen und die Vorschriften einzuhalten“, bedauert Kowal, der keine lokalen Infektionsfälle aus dem Gastronomiebereich bekannt sind.

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