Herscheider Bürgermeister schätzt Hygienekonzept als große Herausforderung ein

Hinter der Freibadöffnung stehen weiter viele Fragezeichen

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Auch wenn das Herscheider Freibad ab dem 20. Mai wieder öffnen könnte, werden Bilder wie dieses aus dem letzten Jahr erst einmal der Vergangenheit angehören. Angesichts von coronabedingten Sicherheits- und Hygienevorschriften wird sich der Alltag im Freibad stark verändern.

Herscheid – Schneller als gedacht sind die Saisonvorbereitungen im Freibad wieder aufgenommen worden. In nicht einmal zwei Wochen könnten die ersten Bahnen gezogen werden, so sieht es der NRW-Plan vor, den Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch präsentiert hat.

Doch wie realistisch ist das Öffnungsdatum 20. Mai? Die Bad-Mitarbeiter waren am Donnerstag vor Ort, um die Anlage weiter auf Vordermann zu bringen. Reiner Wittkamp und Gunnar Preibusch liegen mit den normalen Arbeiten (die bereits vor einigen Wochen begonnen haben, Mitte April jedoch unterbrochen wurden) im Soll. Doch die entscheidende Frage wird sein, wie das Hygienekonzept für den Betrieb des Bades aussehen kann. 

„Das wird eine schwierige Geschichte“, ist sich Uwe Schmalenbach bewusst. Der Bürgermeister will die Erwartungen der Bürger unbedingt erfüllen, die sich den Schwimmbetrieb unter freiem Himmel herbeisehnen. „Ich glaube aber nicht, dass es ein Badbetrieb wird, wie wir ihn aus der Vergangenheit kennen“, rechnet Schmalenbach mit Neuerungen, die den besonderen Umständen angepasst werden. 

Eine zentrale Frage lautet: Wie viele Menschen können gleichzeitig das Bad beziehungsweise die Becken nutzen? Tagesrekorde von über 2 000 Personen – wie im letzten heißen Sommer – sind nicht erstrebenswert, müssen gültige Abstandsregelungen dringend eingehalten werden. Doch wie können die Zahlen gedrosselt und die Besucherströme gelenkt werden? Wird eine zeitliche Beschränkung der Badezeit pro Person eingeführt?

Fragen, auf die der Bürgermeister aktuell noch keine Antwort geben kann. Zumal weitere Themen berücksichtigt werden müssen: Den Schwerpunkt beim Einsatz von Desinfektionsmitteln legt die Verwaltung aktuell auf den Schulbetrieb. Doch öffnet das Freibad, so müssen beispielsweise Handgriffe am Beckeneinstieg und an der Rutsche, Sanitär- und Duschanlagen sowie Umkleiden intensiv und regelmäßig gereinigt werden. Wie kann das gewährleistet werden? 

Hinter dem Freibadbetrieb stehen daher zurzeit noch etliche Fragezeichen. Doch Uwe Schmalenbach erhofft sich eine baldige Klärung: Er erwartet in den nächsten Tagen konkrete Vorgaben seitens der Landesregierung. Erklärtes Ziel ist es, das Herscheider Familienbad, die Mitarbeiter, aber auch die Besucher möglichst rasch für eine Saisoneröffnung am 20. Mai fit zu machen.

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