Feuerwehr-Musikzug freut sich auf das Heiligabendblasen

Kein Weihnachtsfest ohne den Auftritt dieser Truppe

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Die Mitglieder des Feuerwehr-Musikzuges freuen sich bereits auf viele interessierte Herscheider, die dem Heiligabendblasen beiwohnen werden.

Herscheid – Heiligabend ohne den Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr – das ist in Herscheid kaum vorstellbar. Schon seit 1947 ziehen die heimischen Bläser jedes Mal am großen Festtag durch die Ebbegemeinde und stimmen die Bevölkerung auf Weihnachten ein.

Dafür sind insgesamt 17 Mitglieder des Musikzuges im Einsatz, wobei auch die Jugend durchaus stark vertreten ist: „Sechs Nachwuchskräfte werden mitmachen und uns auf jeden Fall bis zur Pause am frühen Nachmittag unterstützen“, gibt Dirigent Benedikt Werzner bekannt. Er kümmert sich gemeinsam mit Peter Zeisberg und Edmund Bulla um die musikalische Ausbildung der jungen Bläser, die immer mittwochabends vor ihrer Probe mit den Erwachsenen im Feuerwehr-Gerätehaus an der Bahnhofstraße zusammenkommen. Das jüngste Mitglied ist übrigens zehn Jahre alt. 

Vor allem die Kooperation mit der Offenen Ganztagsschule in Herscheid trage dazu bei, neuen Nachwuchs zu gewinnen, betont Musikzugführer Thorsten Dreißig-acker. Er selbst ist bereits seit 2001 beim traditionellen Heiligabendblasen mit von der Partie. „Ich kenne es gar nicht anders, als an Weihnachten musikalisch unterwegs zu sein“, sagt Dreißig-acker mit einem Schmunzeln und denkt zurück an seinen Ausfall an Weihnachten 2018: „Krankheitsbedingt musste ich zuhause bleiben und wusste gar nicht, was ich tagsüber machen sollte.“ 

Auch in der Herscheider Bevölkerung hat das Heilig-abendblasen nicht an Attraktivität verloren. Alle zwölf Standorte seien in der Regel immer noch gut besucht, wie der Musikzugführer jedes Jahr erfreut feststellt: „An zentralen Stellen wie am Markt kommen etwa 50 bis 70 Leute.“ 

20 Minuten nehmen sich die Musiker an jedem ihrer Haltepunkte Zeit, um die Besucher mit weihnachtlichen Klängen zu begeistern. Nur im Seniorenzentrum ist ein etwas längerer Aufenthalt eingeplant, damit auf beiden Etagen der Einrichtung gespielt werden kann. Nach jedem Auftritt bringen drei Autos alle Beteiligten weiter zum nächsten Ziel. 

In der Anfangszeit des Heiligabendblasens lief das noch anders ab: „Früher wurden alle Wege zu Fuß zurückgelegt und das bei bis zu 60 Stationen“, verweist Thorsten Dreißigacker auf Veränderungen rund um die Traditionsveranstaltung. Im Laufe der Jahre habe der steigende Altersdurchschnitt unter den Musikern dazu geführt, das Programm zu straffen und sich auf die wichtigsten Orte im Ortskern zu konzentrieren. 

Nichtsdestotrotz sind die Mitglieder des Musikzuges auch diesmal zu den gewohnten Zeiten ab 11.20 Uhr und bis zum letzten Auftritt um 17.25 Uhr am Feuerwehr-Gerätehaus fast den gesamten Tag unterwegs. Nur zwischen 14.40 und 15.20 Uhr gönnt man sich eine kleine Pause an der Bahnhofstraße, wo eine kulinarische Stärkung angeboten wird. 

Und welche Lieder werden gespielt? „Das entscheiden wir spontan vor Ort“, kündigt Dreißigacker ein abwechslungsreiches Programm an, das an jeder Haltestelle ein bisschen anders gestaltet wird. Dabei dürfen Klassiker wie „Stille Nacht“, „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ oder „Alle Jahre wieder“ natürlich nicht fehlen. Und das Publikum ist an jeder der Stationen selbstverständlich gerne zum Mitsingen eingeladen, sodass die Herscheider auch in diesem Jahr an Heiligabend nicht auf ein paar Ständchen des Musikzuges verzichten müssen.

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