Hüinghauser Dorfladen ist Teil eines neuen Einkaufsführers

Gute Lebensmittel liegen nicht nur so nah, sondern sie sind auch existenziell wichtig

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Dank regionaler Produkte wie Eier und Säften ist der Dorfladen Hüinghausen im neuen Einkaufsführer der Region Oben an der Volme zu finden. Hier präsentieren die Vorsitzende Bettina Winkelmeyer (rechts) und Mitarbeiterin Heike Schmitt eine kleine Auswahl von Waren aus der nahen Umgebung.

Herscheid – Einfach und bequem nachhaltige Lebensmittel einkaufen – das ist angesichts unzähliger Werbeversprechen heutzutage durchaus eine Herausforderung. Dabei helfen möchte der Verein „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ in Kooperation mit der VHS, die zusammen einen Einkaufsführer anbieten.

Unter dem Projekttitel „Nachhaltigkeit im regionalen Einkaufskorb“ des Leader-Förderprogramms ist eine Broschüre rund um regionale Lebensmittel-Betriebe und -Läden entstanden. Dazu gehört auch der Dorfladen in Hüinghausen. 

„Der Verein Regionalentwicklung hat uns kontaktiert und gefragt, ob wir mitmachen wollen. Auch weil wir dafür kein Geld bezahlen mussten, haben wir natürlich sofort zugesagt“, freut sich Bettina Winkelmeyer, Vorsitzende der Dorfladen-Genossenschaft, über die kostenlose Werbeplattform, mit der auf Einkaufsangebote außerhalb der großen Supermärkte aufmerksam gemacht werden soll.

Ausgewählt wurden ausschließlich Anbieter von Waren, die bio, fair oder eben regional und damit besonders nachhaltig sind. Dieses Kriterium kann der Dorfladen problemlos erfüllen: Eier vom Valberter Hof Klaas und Säfte aus dem Märkischen Naturschutzzentrum – diese Produkte sind besonders begehrt. 

Darüber hinaus zählen im Dorfladen unter anderem auch Käse, Fleisch, Wurst, Senf, Honig und Gewürze zu den Lebensmitteln aus der Region. „Alles wird direkt von den Herstellern angeliefert“, betont Mitarbeiterin Heike Schmitt den kurzen Weg zwischen Produktion und Verkauf. 

So gibt es zum Beispiel jeden Tag frische Brötchen von der Bäckerei Schubert aus Plettenberg, zweimal die Woche kommen neue Eier und alle 14 Tage bringt die Hagener Käse-Deele ihre Waren vorbei. Man biete zwar nicht nur Regionales an, aber „umsatztechnisch“ und für die Existenz des Ladens seien die heimischen Produkte ein „enorm wichtiger Teil“. 

Diese Angebotspalette wurde in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Hat sich denn das Einkaufsverhalten der Kunden in Corona-Zeiten verändert? Es werde schon mehr darauf geachtet, woher Lebensmittel kommen, bestätigt das Dorfladen-Team. Der Tönnies-Skandal und die Diskussionen um den Wert von Nahrung haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. 

Generell bleiben die Corona-Folgen trotzdem ein Problem: Nachdem zu Beginn der Pandemie und während des Lockdowns der Ansturm auf den Dorfladen wohl größer denn je war, sind die Umsätze inzwischen längst wieder zurückgegangen. „Bei der Hitze war zumindest etwas mehr los, weil viele dann lieber vor Ort bleiben und hier einkaufen gehen“, so eine Beobachtung von Bettina Winkelmeyer und den Mitarbeiterinnen. 

Doch das Fehlen von Veranstaltungen mache sich finanziell negativ bemerkbar und werde sich auch in den nächsten Wochen nicht ändern. Als umso wichtiger könnte sich nun der neue Einkaufsführer darstellen, mit dem in der ganzen Region um neue Kunden für den Dorfladen geworben werden kann.

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