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Gnadenhof für Tiere: Ungeheure Spendenbereitschaft nach Zeitungsartikel

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Von: Nina Scholle

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Hofbesitzerin Ute Rittinghaus (rechts) freut sich gemeinsam mit Alex Gödde und ihren Tieren über die überwältigende Resonanz im Nachgang des Hoftages.
Hofbesitzerin Ute Rittinghaus (rechts) freut sich gemeinsam mit Alex Gödde und ihren Tieren über die überwältigende Resonanz im Nachgang des Hoftages. © Scholle

Ein Gnadenhof in Herscheid bietet seit Jahren misshandelten und vernachlässigten Tieren ein neues Zuhause. 30 Pferde und rund 200 Kleintiere sind es insgesamt, die dort versorgt werden. Nach einem Bericht über einen Aktionstag gab es eine Welle der Hilfsbereitschaft, von der Hofbesitzerin Ute Rittinghaus immer noch überwältigt ist.

Herscheid – Am ersten Septemberwochenende hatte Ute Rittinghaus in Kooperation mit Forestlax Herscheid, Walderlebnis Hasendenn und dem Wald- und Umweltpädagogischen Zentrum Meinerzhagen auf ihren Hof in Hervel eingeladen. Ziel war es, Menschen für Tiere und Natur zu sensibilisieren und zugleich ein Bewusstsein für den Umgang mit ihnen zu schaffen. Bereits am Ende dieses Tages zogen alle Beteiligten ein durchweg positives Fazit – doch was danach noch kommen sollte, damit hatte niemand gerechnet.

In den folgenden Tagen kamen zahlreiche Personen auf Ute Rittinghaus zu, um ihre Arbeit durch Spenden zu unterstützen. „Für mich ist das so eine Freude gewesen“, sagt Rittinghaus strahlend. „Das konnte ich erst so gar nicht realisieren.“

Für die verschiedensten Tiere wurde Futter gespendet; auch über Baumaterial, wie Trapezbleche, Pfähle und Draht, konnte Rittinghaus sich freuen. Davon soll nun unter anderem das Sommergehege für die Kaninchen erneuert werden. Nicht zuletzt wurde Rittinghaus auch mit Geldspenden, sowohl von Privatleuten als auch von Unternehmen, bedacht.

Da Ute Rittinghaus den Hof komplett privat finanziert, nicht für ihre Arbeit wirbt und es folglich kein Spendenkonto oder dergleichen gibt, kamen alle persönlich auf dem Hof vorbei. So konnten sich die Leute selbst ein Bild des Hofes machen und Rittinghaus erklärte bereitwillig, welche Schicksale die Tiere hatten erleiden müssen, bevor sie nach Hervel kamen.

Die Kaninchen erhalten bald ein neues Sommergehege.
Die Kaninchen erhalten bald ein neues Sommergehege. © Scholle

Mit so einer Resonanz habe sie nicht gerechnet, umso größer sei die Freude darüber, so Rittinghaus: „Ein ganz großes Danke an alle.“

Neuzugänge hat es seit dem Hoftag auch gegeben: Zwei schwarzweiße Zierenten sitzen auf Ufer des kleineren von zwei Teichen. „Die waren plötzlich da“, erzählt Ute Rittinghaus. Ihre Vermutung: „Karton auf, Enten raus“. Wahrscheinlich habe man die beiden einfach ausgesetzt, denn: „Die kommen ja nicht von selbst hier her.“

Damit sie nicht vom Fuchs geschnappt werden, wird gerade an einem schwimmenden Haus gebaut, bestehend aus einem alten Holzboot, auf dem eine Platte samt Entenhaus befestigt ist.

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