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Bürger mit einbinden: Oben an der Volme sinnvoll ergänzt

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Von: Hartmut Damschen

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Bürgermeister bei der Vorstellung der Fördermaßnahme Leader
Die Bürgermeister der Oben an der Volme-Region, die Regionalmanagerinnen sowie weitere Beteiligte stellten im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Fördermaßnahme Leader und die Vorteile für die heimischen Kommunen vor. © Hartmut Damschen

Ein weißer Fleck auf der Karte verschwinde. Zumindest auf der Leader-Karte, meinte der Herscheider Bürgermeister Uwe Schmalenbach bei der Podiumsdiskussion am Mittwochabend in der modern gestalteten Aula des Bildungszentrums Rahlenberg.

Volmetal/Herscheid - Anlass war die Leader-Auftaktveranstaltung für die Region Oben an der Volme, in die Herscheid nun offiziell aufgenommen wurde. Alle Bürgermeister der Region hatten sich eingefunden, um das neue Mitglied willkommen zu heißen und mit der Schilderung umgesetzter Projekte Beispiele geglückter Initiativen Appetit und Mut für eigene Projekte zu machen.

Projekte, die das Klima schützen

Die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene funktioniert bereits: „Wir sind gut in der Region vernetzt“, erklärte Schmalenbach, der diese auch vorbildlich entwickelt sah. „Daher sind wir froh, jetzt auch über Leader bei Oben an der Volme dabei zu sein.“ Gemeinsam wollen die Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver, Schalksmühle und eben auch Herscheid Projekte, die nachhaltig sind und das Klima schützen, anfassen.

Die Regionalmanagerinnen Friederike Bönnen und Susanne Neumann führten durch das Programm und ebenso durch die Podiumsdiskussion. Jan Nesselrath, Bürgermeister von Meinerzhagen, antwortete auf die Frage, welches Projekt ihm besonders wichtig gewesen sei: „Jedes Projekt für sich ist wichtig und dass dadurch die Region nach vorne gebracht wurde.“ Mit Blick auf das neue Mitglied: „Hier ist Herscheid eine sinnvolle Ergänzung.“

An anderer Stelle meinte Nesselrath: „Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es noch besser läuft, als es in der Vergangenheit schon gelaufen ist. Da gehört die Digitalisierung und der Breitbandausbau als Voraussetzung dazu.“ Ebenso sah er, wie andere auch, den Tourismus als ein weiteres Feld künftiger Aktionen.

„Den Menschen aufs Rad helfen“

Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg sah eine besondere Belastung des Ehrenamtes: „Es wird immer stärker beansprucht. Wir müssen dieses Amt ganz nach vorne stellen und eine stärkere Motivation dafür leisten.“

Olaf Stelse, Bürgermeister in Kierspe und LAG (Lokale Aktionsgruppe)-Vorsitzender von Oben an der Volme, stellte in kurzen Worten die regionale Entwicklungsstrategie der Region mit den drei Säulen Schule, Eltern und Wirtschaft vor. Zudem müsse die E-Mobilität gesteigert werden. „Wir müssen den Menschen aufs Rad helfen“.

Bürgermeister Michael Brosch aus Halver unterstrich die Effektivität von niederschwelligen Projekten. „Sie sind wichtig und effektiv für die Region.“ Beim Klimaschutz wären nicht nur die Großlösungen wie Windräder und Photovoltaik-Felder wichtig, sondern es müssten auch kleine Lösungen gefunden werden. Zudem sei die Mobilität junger Menschen im ländlichen Raum wichtig.

Ralf Thebrath, der Freizeit- und Naherholungsbeauftragte sowie Klaus Brunsmeier (Heesfelder Mühle) stellten ihre speziellen Projekte vor. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Leader-Region Oben an der Volme ist Teil des Vereins „Regionalentwicklung Oben an der Volme“. Die Mitglieder entscheiden regelmäßig darüber, welche Projektanträge bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht werden sollen, um eine Leader-Förderung erhalten zu können.

Diese Anträge landen auf dem Schreibtisch von Sabine Möglich-Bangemann, Dezernentin für ländliche Entwicklung im Regierungsbezirk Arnsberg. Sie entscheidet am Ende über die Zuwendungen aus dem Fördertopf. Sie handelt nicht nach dem Prinzip: „Da kann ja jeder kommen“, sondern nach: „Ja, da darf jeder kommen.“

Herscheid gehört nun offiziell zur Leader-Region Oben an der Volme
Herscheid gehört nun offiziell zur Leader-Region Oben an der Volme. © Hartmut Damschen

Die Bürger aktiv mit einbinden

Denn Leader sei für alle da: Das Programm ziele darauf ab, eine eigenständige und nachhaltige Entwicklung in den ländlichen Regionen zu unterstützen. Zudem werden Maßnahmen und Kooperationen gefördert, die zu einer Stärkung des ländlichen Lebensraums, der ländlichen Wirtschaft und Lebensqualität führen. Die Bürger werden aktiv in die Gestaltung eingebunden.

Gesucht werden auch jetzt wieder die besten Ideen für die Entwicklung ländlicher Regionen. Bis zum 4. März konnten sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40 000 bis 150 000 Einwohnern bewerben. Alle eingegangenen Bewerbungen wurden durch eine unabhängige Jury aus Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden fachlich begutachtet. Die ausgewählten Regionen können sich über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, in Höhe von 2,3 bis 3,1 Millionen Euro freuen.

Eine Region davon ist Oben an der Volme – in die die Ebbegemeinde Herscheid seit Mittwoch nun auch offiziell integriert ist.

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