Bienen bei der Arbeit erleben 

Wer dieses Telefon benutzt, der wird nur eines hören: ein lautes Summen

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„Da ist aber viel los“, staunt diese Seniorin, während sie das Bienentelefon von Imker Julien Eichhoff nutzt. Dieses besteht aus einem Trichter und einem Schlauch, der an einen Bienenstock angeschlossen ist.

Herscheid – Das Seniorenzentrum hat etwa 8 000 neue Bewohner. Sie sind eifrig, leben im Garten und sollen bald für leckeren Honig im Bistro sorgen. Wie er mit seinen Bienenvölkern arbeitet, darüber berichtete Hobbyimker Julien Eichhoff auf anschauliche Weise – inklusive einer Kostprobe im Garten.

Stockmeißel, Wabenheber, Smoker – einige der vorgestellten Arbeitsgeräte eines Imkers waren den Senioren, die sich mit großem Interesse über ihre neue Nachbarn informierten, bereits bekannt. An der Schaubeute, die mit einer Glasscheibe versehen ist, konnten sie die Bienen bei ihrer Arbeit an der Brut beobachten. 

Die Kontaktaufnahme wurde durch das Bienentelefon abgerundet: An einem Bienenstock hat Eichhoff einen Schlauch samt Trichter angeschlossen. Hält man diesen ans Ohr, taucht man akustisch in den Bienenstock ein. „Da ist aber viel los“, bemerkte eine Seniorin, die über das fröhliche Summen der Bienen sichtlich erfreut war. 

Bis die etwa 8 000 Tiere ihren ersten Honig abliefern, dauert es allerdings noch eine Weile. „Bei diesen beiden Jungvölkern handelt es sich um Ableger – und die erzeugen im ersten Jahr noch keinen Honig“, verriet der Imker. Im nächsten Jahr rechnet er mit der ersten Ernte. 

Herscheider Honig konnten die Bewohner trotzdem probieren: Eichhoff hatte ein Glas Frühtracht mitgebracht; diesen Honig hatte eines seiner Bienenvölker, die an einem anderen Standort stehen, aus Nektar von frühblühenden Pflanzen erzeugt. 

Die Bienen seien übrigens angenehme Nachbarn, die man meistens nicht sieht und die auch nicht zu aufdringlich daherkommen. Unangekündigte Besuche bräuchten die Senioren nicht zu fürchten: „Der Biene geht es nur um Blüten, um den Kaffeetisch schwirren nur die Wespen“, betonte Eichhoff. Die Öffnung des Bienenstocks sei zudem so ausgerichtet, dass die Insekten über das Seniorenzentrum hinwegfliegen.

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