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Freiluft-Turnhalle in den Dorfwiesen: So startet Sport im Park

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Von: Dirk Grein

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Er möchte Herscheid in Bewegung bringen: Patrick Schwabe hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindesportverbands die Aktion „Sport im Park“ nach Herscheid geholt und hofft auf viele Teilnehmer sowie ein Ende des Regen-Sommers.
Er möchte Herscheid in Bewegung bringen: Patrick Schwabe hat in seiner Funktion als Vorsitzender des Gemeindesportverbands die Aktion „Sport im Park“ nach Herscheid geholt und hofft auf viele Teilnehmer sowie ein Ende des Regen-Sommers. © Foto: Grein

Biathlon um den Spielplatz herum, Yoga im Sonnenschein, Kindertanz unter dem Basketballkorb: In den letzten drei Wochen der Sommerferien werden die Dorfwiesen zur Freiluft-Turnhalle. Für die Premiere der Aktion „Sport im Park“ in Herscheid versprechen die Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm, das Jung und Alt in Bewegung bringen soll. 

Herscheid - Der Grundgedanke daran: Die Bürger können vom 26. Juli bis zum 15. August täglich an Schnuppereinheiten verschiedener Sportarten teilnehmen. Dafür müssen sie weder Mitglied eines der vier austragenden Vereine sein noch Gebühren zahlen.

Interesse an Sport in der Gruppe wecken

Für den TV Grünenthal, den TV Hüinghausen, den Medi-Club des Fitnessstudios und die Sportschützen ist es zugleich eine formidable Möglichkeit, seine Angebote einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Dadurch könnten im Idealfall Menschen an eine Sportart herangeführt werden, die sie sonst nicht ausprobieren würden.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Aktion gut angenommen wird, und wünsche mir, dass möglichst viele Beteiligte daran Freude haben werden“, sagt Patrick Schwabe. Dem Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes ist es zu verdanken, dass Sport im Park nach Herscheid kommt. Die Aktion, die ihren Ursprung in Großstädten wie München und Düsseldorf hat, ist längst auch in kleineren Städten und Gemeinden beheimatet. Allein im Märkischen Kreis haben sich für diesen Sommer acht Kommunen angemeldet; zu den Neulingen zählt die Ebbegemeinde.

Bunte Mischung für alle Generationen 

Die Multifunktionsfläche in den Dorfwiesen biete sich für die Ausrichtung an, wollen Patrick Schwabe und seine Mitstreiter für Leben auf dem Platz sorgen, den die Gemeinde bewusst für mehrere Generationen entworfen und angelegt hat. Genau diese Philosophie soll nun sportlich umgesetzt werden: Geboten werde „eine gute Mischung an Ausdauer- und Kraftsport, aber auch Konzentration und Entspannung kommen nicht zu kurz“, beschreibt Schwabe das Programm.

Wie dieses im Detail aussieht und wann welche Gruppen zum Mitmachen einladen, das wird auf einem Stundenplan aufgeführt, der in Kürze am Multifunktionsfeld in den Dorfwiesen aufgehängt werden soll. Wie diese kostenlosen Kursstunden mit Leben gefüllt werden, dabei haben die Vereine freie Hand.

Schwabe, der mit seinen 23 Jahren zu den jüngsten Vereinsvorsitzenden in der Gemeinde zählt, gefällt an diesem neuen Projekt der bereits jetzt spürbare Zusammenhalt. Innerhalb des Gemeindesportverbands sei die Rückendeckung groß und auch die Gemeinde stehe voll hinter Sport im Park.

Kein drastischer Mitgliedereinbruch

Daran hätten übrigens auch gern mehr als die vier heimischen Vereine teilgenommen. Kein Wunder, nach Wochen und Monaten der Corona-Zwangspause brennen die Sportler darauf, wieder gemeinsam ihren Hobbys nachzugehen. „Zum Glück ist der Mitgliedereinbruch bei uns in der ländlichen Region nicht so stark ausgeprägt“, habe Patrick Schwabe in vielen Gesprächen in Erfahrung gebracht.

Dennoch kommt die Gelegenheit auch für die heimischen Vereine genau zum richtigen Zeitpunkt, um wieder auf sich aufmerksam zu machen. Einigen Interessenten war es allerdings schlichtweg nicht möglich, die notwendige Ausrüstung in die Dorfwiesen zu transportieren oder Vorführungen unter freiem Himmel einzuplanen. „Doch auch so haben wir eine Menge spannender Mitmachaktionen in unserem Angebot“, sagt Schwabe, der betont, dass der Aspekt der Gesundheitsförderung im Mittelpunkt stehe.

Der 23-Jährige schmiedet bereits weitere Pläne: Bei entsprechender Resonanz soll ein solches offenes Training mehrerer Vereine in Herscheid etabliert werden und zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders werden. Doch getreu der Devise „Schritt für Schritt“ konzentriert sich der Herscheider zunächst auf die anstehende Premiere. Für diese wünscht er sich neben jeder Menge gut gelaunter Teilnehmer vor allem eines: das Ende der Schlechtwetterperiode und angenehmen Sonnenschein für die 21 Angebote bei Sport im Park in Herscheid.

Ist ein Hygienekonzept notwendig? Abstimmung erfolgt kurzfristig

Die Planungsphase für „Sport im Park“ begann im vergangenen Herbst und wurde von Beginn an durch Corona beeinflusst. Bewusst habe sich der Gemeindesportverband für eine Austragung in den Sommerferien entschieden, in der Hoffnung, dass die Einschränkungen durch die Pandemie dann nicht zu groß sein könnten. Die Gefahr einer Absage habe zwar stets bestanden, aber: „Es wäre fatal gewesen, die Planungen erst gar nicht aufzunehmen und der Aktion von vornherein keine Chance zu geben“, zeigt sich Patrick Schwabe von dem Projekt überzeugt. Ob ein Hygienekonzept dafür aufgestellt werden muss und wie dieses auszusehen hat, darüber will sich der Vorsitzende kurzfristig mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Herscheid abstimmen. Über den Kreis- und den Landessportbund sowie die AOK besteht für die heimischen Veranstalter die Möglichkeit, Fördergelder zu generieren. Als zusätzliche Sponsoren konnten die Sparkasse Lüdenscheid und die Hüinghauser Wilhelm Schröder GmbH gewonnen werden. Wohlwollend unterstützt und in Szene gesetzt wird die Aktion durch die Plettenberger Werbeagentur Twinners.

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