Folgen des Klimawandels: Große Veränderungen in Wäldern rund um Herscheid

Neue Ausblicke: Fichtensterben hinterlässt deutliche Spuren in Herscheider Wäldern

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Eine heftige Veränderung gibt es in der Nähe des Wanderparkplatzes Piener Kopf. Vor Kurzem befand man sich an dieser Stelle noch mitten im Wald.

Herscheid – Der Klimawandel und seine Folgen – nirgends wird er bisher so deutlich sichtbar, wie in den heimischen Wäldern. Vor allem das Fichtensterben beschäftigt Forstbeamte, Waldbesitzer und -arbeiter. Doch auch als Wanderer ist man mittendrin.

Auf den Wanderwegen in den Herscheider Wäldern zeigt sich gegenwärtig an vielen Stellen der große Wandel. Wege, die vor wenigen Monaten noch mitten durch den Wald führten, liegen mittlerweile vollkommen frei. Auf den riesigen Flächen, die einst mit Fichten bepflanzt waren, findet man nur noch Gestrüpp und Baumstümpfe. Wie zum Trotz ragt hier und da ein grüner Laubbaum zwischen den Resten der Nadelbäume hervor. An zahlreichen Stellen entdeckt man die sogenannten Todesdreiecke (Trinet) für Borkenkäfer, mit denen sich die Schädlinge fangen und bekämpfen lassen.

Hochsitze, die bisher im Wald standen, befinden sich plötzlich auf einer freien Fläche. An anderen Stellen wachsen Holzstapel in die Höhe und säumen den Wegesrand. Die Bilder, die sich aktuell bieten, sind erschreckend und an manchen Stellen muss man sich als Wanderer völlig neu orientieren. Wege, die man schon jahrelang gegangen ist, sehen plötzlich vollkommen anders aus.

Auch im Böllenberg standen auf dieser großen Fläche kürzlich noch Fichten, die allerdings alle stark geschädigt waren.

Solche Veränderungen findet man an sehr vielen Stellen rund um Herscheid. Einige davon unter anderem im Böllenberg am Piener Kopf, in der Nümmert und am Berghagener Kopf. Als Spaziergänger sollte man aktuell besser nicht mit leichtem Schuhwerk durch den Wald gehen, denn einige Wege sind durch den Einsatz der Forstmaschinen nicht mehr in bestem Zustand. Es kann durchaus passieren, dass ein bisher vorhandener Weg abrupt auf einer abgeholzten Fläche endet. Mit festem Schuhwerk ist das aber kein Problem.

Das einzige Positive was diese, leider notwendigen, Abholzungen mit sich bringen, sind völlig neue Aussichten, die es seit vielen Jahrzehnten so nicht gegeben hat.

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