2500 Arbeitsstunden im Winterdienst

Fast doppelt so viel gearbeitet wie sonst: Deshalb musste der Herscheider Bauhof zahllose Überstunden leisten

Gemeindestraßen und Gehwege befreite der Bauhof von Schnee und Eis.
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Gemeindestraßen und Gehwege befreite der Bauhof von Schnee und Eis.

Zwar sind die Temperaturen zurzeit nur in Ausnahmefällen angenehm frühlingshaft und für manchen Geschmack viel zu niedrig. Den Winter hat der Herscheider Bauhof indes bereits beendet – nach einer arbeitsreichen, intensiven Saison. 

Herscheid - Von Ende November bis in den April hinein musste die Flotte in Orange immer wieder vom Müggenbruch ausrücken, um Schnee zu schieben und Streusalz auf die Straßen zu bringen. „Das war schon ungewöhnlich“, beschrieb Vorarbeiter Thomas Deitmerg im Bauhofausschuss den Winterdienst.

Zwar seien keine riesigen Schneemengen angefallen, wie etwa im Superwinter vor zehn Jahren. Doch Kälteeinbrüche und beständige Schneeschauer bereiteten der Bauhof-Mannschaft – die aus zehn Mitarbeitern besteht – viel Arbeit. Chaotische Tage seien diejenigen, an denen es durchschneie. „Bis wir einmal durch das komplette Gemeindegebiet gefahren sind, dauert es gut sechs Stunden“, sagte Deitmerg. Manch ein Fahrer musste mehrmals täglich seine Runden fahren, um die Straßen befahrbar zu machen.

Die Bauhof-Mitarbeiter leisteten in diesem Winter fast so viele Arbeitsstunden wie in den beiden vorangegangenen Wintern zusammen.

Dies verdeutlichen auch die Zahlen, die im Ausschuss präsentiert wurden: 2500 Arbeitsstunden wurden geleistet und damit fast so viele, wie in den beiden Wintern zuvor (1 211 in 2019/20 und 1 622 in 2018/19). Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, musste der Bauhof viel Streusalz einsetzen. Gut 395 Tonnen wurden auf den Gemeindestraßen ausgefahren: dies ist sogar fast exakt die Summe aus den Verbräuchen der beiden Vorjahre (120 und 296 Tonnen). Unter dem Strich kommt dieser Winter die Gemeinde teuer zu stehen: 134 752 Euro wurden für Personal, Streusalz und die Fahrzeuge eingesetzt. Geld, das zum Schutz der Bürger vor Unfällen sehr gut investiert sei, da waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Zumal, das hob Thomas Deitmerg lobend hervor, seine Kollegen prima harmoniert hätten, trotz der herausfordernden Schichten. „Wenn ich um kurz nach 3 in der Früh durchgebimmelt habe, dann saßen die Jungs meist schon um halb 4 auf ihren Fahrzeugen am Baufhof.“ Apropos: Der Fuhrpark sei bestens ins Schuss, Fahrzeugausfälle oder größere Reparaturen habe es nicht gegeben. Dass der Bauhof neuerdings verstärkt Trecker einsetze und keine Großfahrzeuge (wie Unimogs) sei die richtige Strategie, sagte Deitmerg: „Das hat sich auch in diesem Winter wieder gezeigt.“

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