Alle Vorschulkinder zurück im Familienzentrum "Unterm Regenbogen"

Die Herscheider Kita freut sich auf die Rückkehr der Kinder

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Raupe Nimmersatt, Farben, Zahlen, Löwenzahn, Steine: Fünf verschiedene Bastelanregungen sind derzeit in der Ideen-Hütte zu finden. Die Familien können sich die Vorschläge mit nach Hause nehmen und sie dort in die Tat umsetzen.

Herscheid – Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen: Auch für die Kleinsten gelten die allgemeinen Hygieneregeln. Die Vorschulkinder, die gestern erstmals nach der Corona-Zwangspause das Familienzentrum „Unterm Regenbogen“ besuchen durften, müssen sich an den veränderten Alltag dort erst noch gewöhnen.

Eltern, die ihre Kinder zum Familienzentrum begleiten, dürfen das Gelände ausschließlich mit Mund-Nasen-Schutz betreten. Sie bringen ihre Sprösslinge bis zur Tür; ein Betreten des Gebäudes ist den Großen nicht gestattet, damit es auf den Fluren nicht zu eng zugeht. Veränderte Gruppenstrukturen und Abläufe, Besuchsprotokolle: Vieles ist neu und an die geltenden Vorgaben des Landes NRW zum Schutz vor Neuinfizierungen angepasst.

Coronavirus: Familienzentrum nach Corona-Zwangspause wieder geöffnet

Vielfältige Umstellungen, die das Team des Familienzentrums vor immer neue Herausforderungen gestellt haben und immer noch stellen. Einrichtungsleiterin Christiane Krüger, seit über 30 Jahren im Bereich der Kindererziehung tätig, hat eine solch wechselhafte Phase noch nie erlebt. Ständig müssen Arbeitspläne überarbeitet und abgeändert werden. Höchste Priorität habe derzeit die Hygiene: So ist beispielsweise eine Mitarbeiterin ausschließlich damit beschäftigt, die Sanitärräume regelmäßig zu reinigen und auf das regelmäßige Händewaschen der Kinder zu achten.

Über all diese neuen Vorgaben dürfen und werden die Kinder nicht in Vergessenheit geraten. Die letzten Wochen im Familienzentrum seien ungewöhnlich ruhig gewesen, gesteht Christiane Krüger: Dennoch hätten sie und ihr Team keine Langeweile gehabt, verweist sie auf die vielfältigen organisatorischen Aufgaben. Zudem wurde durchgehend eine Notbetreuungsgruppe angeboten.

Die Zeit des Wartens hat für die Erzieherinnen bald ein Ende: Mit diesem Banner machen sie deutlich, wie sehr ihnen der Kontakt zu den Kindern fehlt.

Mitte Mai war dann für eine erste Gruppe der Vorschulkinder der Besuch möglich und seit gestern dürfen nun alle Vorschulkinder wieder das Familienzentrum besuchen. Ab dem 8. Juni wird das Betretungsverbot für Kindertagesbetreuungsangebote in Nordrhein-Westfalen gänzlich aufgehoben und ein eingeschränkter Regelbetrieb aufgenommen, so schreibt es das Land NRW vor.

Eine Entscheidung, die in Christiane Krüger zwiespältige Gefühle auslöst. Natürlich freut sie sich darauf, die Kinder nach langen Wochen der Trennung wiederzusehen und ihre Erlebnisse zu hören. „Das werden andere Kinder sein, als vor der Pause“, ist sich Christiane Krüger sicher. Auf der anderen Seite begleiten die Einrichtungsleiterin Sorgen: Sind alle Vorgaben „von oben“ bedacht worden? Wie wird die Praxis aussehen? Klappt das neue Konzept? Fragen, die im Vorfeld nur schwer oder auch gar nicht zu beantworten sind.

Zuversicht geben dem Team die Rückmeldungen seitens der Eltern: Per E-Mail, Postkarten und Anrufe wurde der Kontakt zu den Familien aufrecht erhalten. Auch die kreativen Angebote der Erzieherinnen, die über die Ideenwand im Schaukasten an der Plettenberger Straße gezeigt oder seit Neuestem in der Ideen-Hütte auf dem Gelände zum Mitnehmen parat liegen, finden großen Anklang.

„Daher wissen wir, dass sich die Kinder riesig auf den Kindergarten freuen“, sagt Christiane Krüger, die gespannt ist, wie der neue Alltag im Familienzentrum von Groß und Klein angenommen und mit Leben gefüllt wird – immer natürlich vorausgesetzt, dass sich die ministerialen Corona-Bestimmungen in den nächsten Tagen und Wochen nicht doch noch wieder verändern.

Die Ideen-Hütte

Das Gartenhäuschen auf dem Spielplatz des Familienzentrums dient eigentlich als Parkhaus für Roller, Laufräder oder Fahrräder der Kindergartenkinder sowie als Aufbewahrungsort für Gartenspielzeug. Seit ein paar Tagen hängt jedoch ein Schild mit der Aufschrift Ideen-Hütte vor der Eingangstür.

Im Inneren befinden sich verschiedene Kisten, die mit Umschlägen und Hüllen gefüllt sind. Zu wechselnden Themen sind darin Bastelanregungen zu finden, die die Erzieherinnen zusammenstellen. Die Familien der Einrichtung sind herzlich dazu eingeladen, sich nachmittags in der Hütte umzuschauen und Umschläge sowie auch bereitgestelltes Bastelmaterial mitzunehmen. Zudem ist ein Briefkasten aufgestellt worden, in dem die Familien kleine Botschaften hinterlassen können.

„Wir konnten schon einige Besucher begrüßen. Am letzten Wochenende war eine Familie sogar dreimal in der Hütte und hat unterschiedliche Ideen umgesetzt“, freut sich Christiane Krüger. Sie erinnert daran, dass beim Betreten des Kindergartengeländes der Spielplatz nicht genutzt werden kann. Vorsichtshalber sollten Erwachsenen einen Mundschutz mitnehmen oder tragen, falls sie beim Besuch auf andere Familien treffen.

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