Einrichtungsleiterin lobt Kinder und Eltern für besonnenes Verhalten

Vorsichtige Umstellung: Familienzentrum plant Rückkehr zum Regelbetrieb mit Bedacht

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Sehr beliebt bei den Kindern des Familienzentrums sind die Wasserspiele auf der Terrasse. Wenn das Wetter mitspielt wird täglich im Freien gespielt.

Herscheid – Bevor die Mittagshitze beginnt, vergnügen sich die Kinder auf der Terrasse. Im Schatten des Familienzentrums planschen sie an den selbstgebauten Wasserspielen oder bereiten in der Außenküche Phantasiespeisen zu. 

Die Szenerie wirkt entspannt und ruhig – und das trotz der noch gültigen Corona-Vorgaben. Ein Eindruck, den Einrichtungsleiterin Christiane Krüger bestätigen und auch begründen kann. Zurzeit besucht nur etwa die Hälfte der angemeldeten Kinder die Einrichtung. 

Dies liege an der Ferienzeit, aber auch an der ersten Erkältungswelle: „Die Eltern gehen sehr verantwortungsvoll mit der Situation um“, betont Christiane Krüger. Kinder mit Erkältungssymptomen bleiben daheim, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren – darum hatte die Einrichtungsleiterin in ihren Elternschreiben ausdrücklich gebeten. 

Die Betreuung von zurzeit 40 Kindern gestalte sich für alle Beteiligten angenehm und erleichtere die Eingewöhnung der neuen Kinder. Aufgrund des guten Wetters werden viele Aktivitäten ins Freie verlegt, sehr zur Freude der Kinder. Es sei erstaunlich, wie schnell sich die Kleinen an die vielen Umstellungen in der letzten Zeit gewöhnt haben, berichtet die Einrichtungsleiterin. Das regelmäßige Händewaschen oder die Angabe, welche Toilette genutzt wurde, gehöre auch für die Jüngsten längst zum Alltag. 

Dieses Verhalten trage maßgeblich zur entspannten Momentaufnahme bei. Doch handelt es sich dabei lediglich um die oft zitierte Ruhe vor dem Sturm? Christiane Krüger befürchtet Erschwernisse: „Die Übergangsphase genießen wir, aber natürlich haben wir auch Sorge vor dem, was auf uns zukommt, wenn es in der Einrichtung wieder voller wird.“ 

Was sie damit meint? Ab dem 17. August wird der Regelbetrieb aufgenommen, schreibt die Landesregierung die Aufgabe der bisherigen Einschränkungen vor. Eltern haben dann wieder Anspruch auf die komplette Buchungszeit, die um zehn Wochenstunden gekürzt worden war. Dies stellt das Herscheider Team vor Probleme: Denn zusätzliche, zeitintensive Aufgaben – insbesondere im Bereich der Hygiene – bleiben bestehen. In Absprache mit den Eltern wird nach einer Lösung gesucht. 

In der pädagogischen Arbeit haben sich die Erzieherinnen in Absprache mit dem Träger auf eine vorsichtige Umstellung geeinigt. Bedeutet: weiter keine gruppenübergreifende Arbeit, Aufteilung des Spielplatzes, gleichzeitige Nutzung der Waschräume von maximal vier Kindern. Die Mundschutz-Pflicht für Erwachsene auf dem Gelände bleibt bestehen; Eltern sollen nur in Ausnahmefällen die Einrichtung betreten. 

Die weitere Entwicklung sei zu unsicher, begründet Christiane Krüger und verweist auf die vielen Urlaubsrückkehrer. Ohnehin bleiben viele Dinge in der täglichen Arbeit nicht absehbar – ein Beispiel: Können unter Vollbetrieb die 40 Mittagessen nicht in einem großen Raum, sondern in den Gruppenräumen eingenommen werden? Die Erzieherinnen müssen vermutlich improvisieren. 

Langfristige Planungen seien aufgrund der Pandemie schwierig. Dennoch plant das Familienzentrum, bald wieder Elternsprechtage und auch Elternabende anbieten zu können. In welcher Form? Wo und wann? Darüber werde man wohl nur kurzfristig entscheiden können, vermutet Christiane Krüger.

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