Raam-Streifen auf Kino-Tour

Nach dem Erfolg in Amerika: Gibt es jetzt auch noch einen Filmpreis für heimisches Radteam?

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Das Abenteuer des Raam-Teams (hier bei der umjubelten Ankunft in Herscheid) wird auf der Leinwand lebendig und lockt viele Interessierte in die Kinos.

Herscheid – „Ein Rennen durch die USA“ – der Film rund um den härtesten Radwettbewerb der Welt, das „Race Across America“ (Raam), mit vier heimischen Sportlern ist schon in mehreren regionalen Kinos vor großem Publikum gelaufen – und könnte bald sogar einen Preis abräumen.

„Ich habe den Film beim Deutschen Dokumentarfilmpreis des SWR und beim Kölner Filmfestival eingereicht“, gibt Regisseur Jannik Fischbach bekannt und hofft, mit etwas Glück, vielleicht sogar auf eine Auszeichnung. Die Voraussetzungen für eine Teilnahme an den beiden Ausschreibungen seien jedenfalls alle erfüllt. Und die Reaktionen auf den Film seien bemerkenswert: „Es ist einfach unglaublich cool, so viele tolle Rückmeldungen zu bekommen.“ 

Fischbach hatte das Radteam um die beiden Herscheider Markus Gärtner und Julian Becker während ihrer Amerika-Reise die ganze Zeit auf Schritt und Tritt mit einer Kamera begleitet. Entstanden ist ein zweistündiger Film, der die Strapazen der Extremsportler, aber auch atemberaubende Landschaftsaufnahmen zeigt.

Im November gab es die Premiere im ausverkauften Plettenberger Weidenhof und damit startete zugleich eine Kino-Tour durch die Region: Altena, Olpe und Meinerzhagen – in diesen Orten war das Raam-Team bereits zu Gast und präsentierte Hunderten von Zuschauern den begehrten Kinostreifen zum Rennen, bei dem es mit dem Fahrrad von Westen nach Osten quer durch die Vereinigten Staaten ging. Dabei schafften es die heimischen Radler als Dritter bekanntlich sogar auf das Siegerpodest. 

Der Olper Filmemacher Jannik Fischbach bringt den Kinostreifen „Ein Rennen durch die USA“ auch nach Herscheid.

All dies ist demnächst in noch mehr Kinos zu bestaunen: „Wir gastieren auch in Hilchenbach im Siegerland und sogar große Städte wie Köln oder Bonn zeigen unseren Film“, freut sich Fischbach über diverse Weiterempfehlungen von heimischen Kinos. Selbst in der Ebbegemeinde ist noch eine Aufführung geplant: Im Bürgersaal sollen auch die Herscheider in den Genuss einer Filmvorstellung direkt vor ihrer Haustür kommen. Der konkrete Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest.

Wer es bislang nicht zu einem der Kino-Termine geschafft hat und nicht mehr warten möchte, kann sich den Film auch zuhause auf dem eigenen Sofa anschauen. Denn inzwischen sind DVDs erhältlich, die unter anderem im Herscheider Fitnessstudio „Feelgood“ am Mühlengraben gekauft werden können. Zudem ist der Film bei den Internet-Streaming-Plattformen Amazon und Vimeo abrufbar. Die Einnahmen sind weiterhin für die Palliativstation der Märkischen Kliniken in Lüdenscheid bestimmt.

Und wie geht es für den jungen Regisseur Jannik Fischbach weiter? „Bei meinem nächsten Projekt begleite ich drei Sportlerinnen über 60 auf ihrem Weg zum Marathon nach Tokyo“, verrät der Filmemacher, der in diesem Jahr auch seinen Bachelor-Abschluss im Bereich Medienwissenschaften an der Universität Siegen abschließen will. 

Dass sein Film weit über die Kreisgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit gesorgt hat, beweist derweil die Anfrage eines Radteams aus Bonn, das ihn für eine Begleitung beim Raam-Event 2020 in den USA gewinnen wollte. Aus Zeitgründen sagte er jedoch ab. So bleibt das heimische Raam-Team auch für ihn etwas Einmaliges.

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