Fliegergruppe beteiligt sich an gemeindlichem Frühjahrsputz

Erfreulicher Corona-Nebeneffekt: weniger Unrat 

Mit Abstand und aufgeteilt in kleine Gruppen – dafür aber achtsam – sammelten die Mitglieder der Fliegergruppe Müll rund um das Flugplatzgelände.
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Mit Abstand und aufgeteilt in kleine Gruppen – dafür aber achtsam – sammelten die Mitglieder der Fliegergruppe Müll rund um das Flugplatzgelände.

„Corona scheint in diesem Fall etwas Gutes bewirkt zu haben“, freuten sich die Mitglieder der Fliegergruppe Plettenberg-Herscheid. Denn das Aufkommen an Unrat sei bei der Müllsammelaktion „Sauberes Herscheid“ deutlich geringer gewesen als in den Vorjahren.

Herscheid - Der Einfluss der Pandemie auf das Müllaufkommen im Allgemeinen ist nicht zu bestreiten: Da die Menschen seltener Shopping-Touren unternehmen und stattdessen mehr online bestellen, steigt das Aufkommen an Verpackungsmüll. Doch es gibt offenbar auch eine gegenteilige Entwicklung: Da weniger Menschen unterwegs sind, wird auch weniger Müll in die Landschaft geworfen.

Und so staunten die Mitglieder der Fliegergruppe nicht schlecht, dass sie sich mehr um Hundehaufen als beispielsweise um achtlos weggeworfene Haushaltsgegenstände kümmern mussten. Unter großen Schutzmaßnahmen gingen sie – aufgeteilt in kleine Gruppen – das komplette Fluggelände vom Bachlauf bis zur Elsener Straße ab sowie an der L 561 entlang bis zur Welliner Straße. „Wir rechnen, dass wir circa zwei Stunden für die Sammelaktion brauchen“, mutmaßte Gerd Eilrich, zweiter Vorsitzender der heimischen Fliegergruppe. 

Am Bachlauf hinter dem Fluggelände stießen die Helfer erwartungsgemäß auf wenig Müll. „Hier sind es mehr die Personen mit Hunden, die dort ihre Runde drehen. Da haben wir mehr mit Hundehaufen zu tun. Aber wir haben auch schon mal einen Schlüpfer dort gefunden“, schmunzelte Eilrich. An der Landstraße und der Straße nach Elsen finden die Müllsammler für gewöhnlich Verpackungen der FastfoodKetten. „Wir haben jetzt gerade einmal ein Drittel an Müll. Wo wir sonst schon die Müllbeutel gewechselt hätten, haben wir gerade einmal den Beutel leicht gefüllt“, freuten sich auch die jungen Mitglieder.

In Zeiten von Corona scheinen die Menschen weniger unterwegs zu sein, obwohl Schnellrestaurants geöffnet haben und nur Ware zum Mitnehmen anbieten. Da aber weniger Menschen oder nur sehr kleine Gruppen unterwegs sind und dies nicht die ganze Nacht hindurch, da Bars, Clubs und Kneipen geschlossen sind, ist auch weniger Verpackungsmüll an den Straßen zu finden.

Trauer um verstorbenen langjährigen 2. Vorsitzenden

Einer, der immer bei den Einsätzen vor Ort mit dabei war, wird von den Fliegern schon jetzt vermisst. Christoph Koppen, über 40 Jahre lang Fluglehrer sowie viele Jahre zweiter Vorsitzender und Ausbildungsleiter für den Bereich Ultraleichtflug, starb Ende März unerwartet. „Er war immer da und wird uns fehlen“, erklärte Gerd Eilrich, in tiefer Trauer für den kompletten Verein und alle Mitglieder.

Müllsammlung – der Marketingverein zieht Bilanz

Zur Aktion „Sauberes Herscheid“ hatte erneut der Marketingverein aufgerufen. Bedingt durch die Corona-Pandemie war die Teilnahme daran verhaltener als sonst: Normalerweise schwärmen Vereine und Verbände in größeren Gruppen aus, um Wälder, Wiesen und weitere Flächen in Herscheid von Unrat zu befreien. Das ist aufgrund der Schutzverordnung zurzeit nicht möglich. „Wir können ja nicht zu etwas aufrufen, was nicht zulässig ist“, zeigt Markus Gumpricht, Vorsitzender des Marketingvereins, Verständnis für das überschaubare Interesse. Caroline Vedder, die die Aktion federführend betreut, hob lobend hervor, dass sich einige Privatleute engagiert haben und sich auch für zukünftige Sammlungen haben vormerken lassen. Zudem habe die Forstbetriebsgemeinschaft ihre Mitglieder dazu aufgerufen, in den eigenen Wäldern Müll aufzusammeln.

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