An Herscheider Grundschulen vorerst nur Notbetreuung möglich

Eltern übernehmen in der Coronakrise weiter die Lehrer-Rolle

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Nicht nur der Spielplatz vor der Grundschule Herscheid darf weiterhin nicht genutzt werden. Auch die Klassenräume bleiben vorerst zum Großteil menschenleer.

Herscheid – Die Osterferien sind vorbei. Und doch bleibt wegen der Coronakrise ungewiss, wann wieder Kinder an den Herscheider Grundschulen unterrichtet werden können. Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Dinge.

Unterricht: Mathe, Deutsch, Sport und alle weiteren Fächer werden auch ab Montag nicht in den Klassenzimmern gelehrt. Am 30. April wollen die Ministerpräsidenten in einer Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden, wann nach den weiterführenden Schulen auch die Grundschulen wieder an den Start gehen. Aktuell erwägt die NRW-Landesregierung, dass in einem ersten Schritt ab dem 4. Mai zunächst nur die vierten Klassen unterrichtet werden sollen. Bis dahin müssen die Eltern weiter die Lehrer-Rolle übernehmen. 

Notbetreuung: Gänzlich verwaist werden Herscheids Grundschulen aber dennoch nicht bleiben. Die Notfallbetreuung wird ab Montag fortgesetzt. Diese ist gedacht für Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind, wobei mindestens ein Elternteil einem systemrelevanten Beruf nachgeht. Aktuell wird der Bedarf für beide heimischen Grundschulen in Abstimmung mit den Eltern ermittelt. „Wir müssen weiter kurzfristig planen“, erklärt Heike Zilinski, Leiterin der Hüinghauser Schule und kommissarische Leiterin der Herscheider Schule. 

Lernmaterial: Damit die Kinder auch daheim lernen können, wurde ihnen entsprechendes Unterrichtsmaterial mit an die Hand gegeben – sowohl in analoger, als auch in digitaler Form. „Das hat bisher gut geklappt“, sagt Heike Zilinski. Unter strenger Einhaltung der hygienischen Vorgaben haben Eltern nun zum Wochenstart die Möglichkeit, dieses Material an den Schulen abzugeben und gegen neues einzutauschen. 

Vorbereitung: Auf Lehrer und Schüler wartet ab dem Tag X die große Herausforderung, den Unterricht mit den besonderen Coronaregeln zu vereinbaren. Die Vorbereitung darauf sei schwierig, erklärt Heike Zilinski und nennt ein Beispiel: Ein Raumkonzept könne erst dann erstellt werden, wenn die Größe der Lerngruppen festgelegt worden ist. „Wir arbeiten derzeit an einem groben Rahmenkonzept. Aber ins Detail können wir erst gehen, wenn sich abzeichnet, dass die Kinder wieder kommen können“, betont die Schulleiterin. Sie geht davon aus, dass in den ersten Tagen und Wochen nach Schulbeginn die Aufarbeitung dieser für Kinder und Lehrer gleichermaßen belastenden Situation zu einer Kernaufgabe wird.

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